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Nach der Insolvenz von Sarah Wiener: So geht es anderen TV-Köchen in der Krise

  • Die Corona-Pandemie trifft die Gastronomiebranche hart.
  • Am Donnerstag gab die Fernsehköchin Sarah Wiener das Aus ihrer Restaurants bekannt.
  • Wie geht es anderen TV-Köchen wie Tim Mälzer, Johann Lafer und Co. in der Corona-Krise?
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Die bekannte Fernsehköchin Sarah Wiener hat für ihre Restaurants in Berlin und ihren Catering-Service Insolvenz angemeldet. “Corona hat vielen von uns eine Menge abverlangt. So auch einen Teil meiner Firma, meiner Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen... und mir”, schrieb die 57-Jährige am Donnerstagmorgen in einem Post auf ihrer Facebook-Seite.

Für sie gehe damit vorerst ihre 30 Jahre dauernde Catering- und Gastronomie-Ära zu Ende, schrieb Wiener. Sie bedankte sich bei ihren Mitarbeitern. “Es ist schmerzhaft, dass Corona nun auch unsere Gastronomie erwischt hat.”

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Wie geht es anderen TV-Köchen?

Sarah Wiener ist nicht die einzige Köchin, die die Corona-Pandemie hart getroffen hat. Viele weitere TV-Köche kämpfen um ihre Existenz. “Also erst einmal war auch für mich alles auf Null”, berichtet Starkoch Johann Lafer. Der 62-Jährige ist froh, dass er sich bereits 2019 von seinem Sternerestaurant auf der Stromburg getrennt hat und sein Geschäftsmodell noch mehr auf TV, Events, Kochkurse, Genussreisen und auch ein kulinarisches Bühnenprogramm ausgelegt. “Ich leide mit all meinen Kollegen und Kolleginnen, die ein Restaurant zu führen haben”, sagt der TV-Koch.

Auch für Starkoch Tim Mälzer scheint die bedrohliche Lage der Branche ernst zu sein. Im Mai war der 49-Jährige zu Gast in der Talkshow von Markus Lanz – und brach dort in Tränen aus. Als Moderator Lanz von ihm wissen wollte, wie sich seine Situation seit seinem Besuch in der Sendung vor einigen Wochen verändert hat, versagt Mälzer die Stimme. “Bitte stell mal jemand anderem kurz eine Frage”, bittet Mälzer, bevor er sich fängt und antwortet. “Wir stehen unter enormem Stress. Ich rede hier nicht über meine Existenz, sondern über eine ganze Branche und über Mitarbeiter, für die ich eine Verantwortung habe”, erklärt er. Tim Mälzer betreibt zwei Restaurants und einen Catering-Service mit 160 Mitarbeitern - viele davon waren und sind derzeit noch in Kurzarbeit.

Koch Christian Rach trifft die Corona-Krise aktuell nicht so hart. Er musste sein letztes Restaurant, das “Rach & Ritchy” in Hamburg, schon Ende 2019 schließen. Der TV-Koch und Kochbuchautor lebt zurzeit “nicht reich, aber sorglos - mir geht’s echt gut”, sagt der einstige TV-Restauranttester im Juli. Schulden habe er keine und auch sonst sei er recht zufrieden mit sich und seinem Leben.

Restaurantretter Frank Rosin will gerade in der äußert schwierigen Zeit der Branche helfen. Im Mai begannen die Dreharbeiten zu “Rosins Restaurants - Jetzt erst recht!”. “Es sind jetzt keine Stammtischparolen und emotionalen Ausbrüche nötig, sondern wir wollen helfen”, erklärt Rosin in einer Pressemeldung. Auch Rosins Restaurant in seinem Heimatort Dorsten musste wegen des Coronavirus geschlossen werden. “Wir müssen jetzt kämpfen”, sagte der 54-Jährige damals. Gemeinsam mit Köchen wie Tim Mälzer und Tim Raue verfasste Rosin Ende April einen Brief an die Bundesregierung.

RND/dpa/spot/nis


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