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Influencerin Chiara Ferragni kritisiert „victim blaming“ bei Gewalt gegen Frauen

  • In einem emotionalen Video wendet sich Influencerin Chiara Ferragni an ihre 22 Millionen Instagram-Follwer.
  • Die Boggerin und Mode-Unternehmerin ruft dazu auf, Gewalt gegen Frauen nicht zu verharmlosen.
  • Einen eindringlichen Appell richtet sie auch speziell an Medien.
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Mailand. Chiara Ferragni ist berühmt als Stil-Ikone im Netz, als Boggerin und Mode-Unternehmerin. Jetzt nutzt die 33-jährige Italienerin ihren Instagram-Auftritt, wo ihr fast 22 Millionen Fans folgen, für einen ungewöhnlichen Appell: Sie warnt vor der Verharmlosung von Gewalt gegen Frauen.

„Dies ist meine Einladung, aktiv zu werden, aufzustehen und zu sprechen“, schreibt sie über ein langes Video. Sie hat es am Wochenende eingestellt. „Es ist Zeit, dass wir anfangen, uns gegenseitig zu unterstützen und von heute an eine bessere Gesellschaft aufzubauen.“

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In dem Film sitzt Ferragni im rosa Oberteil vor einem Tisch und hält einen engagierten Vortrag. Die Gesellschaft sei weiter stark von Macho-Denken dominiert, kritisiert die Influencerin. Sie höre und lese oft nach Angriffen auf Frauen, dass man nach Entschuldigungen für die Täter suche - auch in den Medien.

Sieben Millionen Aufrufe innerhalb weniger Stunden

Als Beispiel nannte sie Sätze wie: dass der Mann eifersüchtig gewesen sei, die Frau ihn betrogen habe oder dass die Frau aufreizend angezogen gewesen sei. Sie sprach von „victim blaming“, also Opferbeschuldigung. So verschiebe man einen Teil der Schuld auf die Frauen. Die zwei Posts ihrer italienischen Ansprache, einer davon mit englischen Untertiteln, hatten bis Sonntagmittag zusammen rund sieben Millionen Aufrufe.

Anfang Oktober hatte Ferragni bekannt gegeben, dass sie ihr zweites Kind bekommt. Sie ist mit dem italienischen Rapper Fedez verheiratet. Das Promi-Paar hat bereits seit 2018 einen Sohn, Leone Lucia.

RND/dpa

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