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Herzogin Meghan gegen „Mail on Sunday“: Erste Anhörung im Streit um privaten Brief

  • Im Streit zwischen Herzogin Meghan und der „Mail on Sunday“ gibt es am Mittwoch eine Anhörung.
  • Bei dem Termin in London geht es aber zunächst um einen Nebenaspekt.
  • Darf die Boulevardzeitung die Namen von fünf bisher anonym gebliebenen Freundinnen Meghans nennen?
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London. Vor dem britischen High Court ist am Mittwoch über eine Klage der Herzogin von Sussex, Meghan, gegen die Boulevardzeitung „Mail on Sunday“ wegen Verletzung der Privatsphäre verhandelt worden. Die Frau von Prinz Harry will dem Blatt untersagen lassen, die Namen von fünf ihrer Freundinnen zu nennen, die anonym zu ihren Gunsten mit dem US-Magazin „People“ gesprochen haben.

Hauptsächlich geht es in dem Gerichtsstreit um einen "privaten und vertraulichen" Brief, den Meghan nach ihrer Hochzeit mit Prinz Harry 2018 an ihren Vater Thomas Markle schrieb und den die "Mail on Sunday" 2019 in Auszügen veröffentlichte. Die frühere Meghan Markle hat deswegen den Verlag der Zeitung und der MailOnline-Website, Associated Newspapers, verklagt. Sie wirft ihm Missbrauch privater Informationen sowie Verstöße gegen das Urheberrecht und den Datenschutz vor und fordert dafür Schadenersatz. Associated Newspapers hat angekündigt, sich gegen die Klage zu wehren.

Darf die Zeitung die Namen der Meghan-Freundinnen nennen?

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Bei dem eintägigen Termin vor dem eigentlichen Prozess wollte sich Richter Mark Warby am Mittwoch mit dem Antrag von Meghans Anwälten befassen, die Nennung der Namen der Freundinnen zu untersagen. Die Anwälte der Zeitung machen geltend, erst die Freundinnen hätten den Brief in die Öffentlichkeit getragen, indem sie in dem "People"-Artikel darüber sprachen. Die Aussagen der Freundinnen stünden im Zentrum des Falls, deshalb müsse bekannt sein, um wen es sich handele. Im Interview des "People"-Magazins blieben sie anonym und wurden lediglich als "enge Freunde" bezeichnet.

Der Anwalt der Herzogin, Justin Rushbrooke, erklärte, das Gericht habe eine Pflicht, "die Identität vertraulicher journalistischer Quellen zu schützen". Meghan habe nicht gewusst, dass ihre Freundinnen mit "People" sprechen würden, sagte Rushbrooke. "Diese fünf Frauen stehen nicht vor Gericht, und auch ich nicht", hieß es in einer Stellungnahme Meghans. "Der Verlag hinter der "Mail on Sunday" steht vor Gericht." Mit Blick auf ihre Freundinnen sagte die 38-Jährige, diese seien Privatpersonen, junge Mütter, und hätten das Grundrecht auf Privatsphäre.

Weder Meghan noch Prinz Harry waren bei dem Gerichtstermin am Mittwoch anwesend.

RND/AP

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