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Henning Baum: „Man stößt sehr schnell an seine Grenzen“

  • In der ARD-Komödie „Mein Schwiegervater, der Camper“ spielt Henning Baum den Pächter eines Campingplatzes.
  • Auch im wahren Leben kann der Schauspieler dem Campen viel abgewinnen.
  • „Man stößt sehr schnell an seine Grenzen, wenn man nur mit einem kleinen Bus unterwegs ist“, erzählt Baum im exklusiven Interview mit RND.de.
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Hamburg. Aktuell ist Henning Baum als „Der letzte Bulle“ im Kino zu sehen, aber am Samstag wird er in der ARD-Komödie „Mein Schwiegervater, der Camper“ zum Pächter eines Campingplatzes. Im Interview mit RND.de spricht er über die Dreharbeiten.

Sie sind ja dafür bekannt, dass Sie sich sehr intensiv auf Ihre Rollen vorbereiten. Auch dieses Mal?

Ich habe vier Wochen im Campingwagen meines Charakters Hartmut gewohnt und es mir da recht gemütlich gemacht. Ich habe den Szenenbildner gefragt, ob er eine Gitarre mitbringen kann. Dann hat er da auch eine Flachbank und Kugelhanteln hingestellt. Das war eine sehr schöne Zeit. Es liegt ja nahe, dass ich, wenn ich so eine Rolle spiele, nach Drehschluss auch in dieser Umgebung bleibe. Ich habe mich vier Wochen lang nicht vom Campingplatz wegbewegt.

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Haben Sie auch eigene Campingerfahrung?

Ich campe sehr viel. Aber dann mit Zelt und einem Bus, in dem ich dann schlafen kann. Das habe ich diesen Sommer auch wieder gemacht. Es ist eine gute Möglichkeit, Land und Leute kennenzulernen. In Skandinavien ist es ja erlaubt, überall zu übernachten. Aber in Europa ist es in ganz vielen Ländern verboten. Man muss schon Campingplätze ansteuern. Die Zahl der Camper hat insgesamt auch zugenommen. Wenn man also die populären Stellen anfährt, ist es schon sehr, sehr voll, und man muss meist vorher reservieren.

Anwalt Markus (Oliver Wnuk, Zweiter von links) würde für seine Verlobte Lena (Birte Hanusrichter, Zweite von rechts) alles tun. Ihr Vater Hartmut (Henning Baum) ist mehr als skeptisch. © Quelle: ARD Degeto/Conny Klein

Was ist das Besondere am Campen?

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Man stößt sehr schnell an seine Grenzen, wenn man nur mit einem kleinen Bus unterwegs ist und nur so ein Vorzelt hat, wenn es dann über mehrere Tage regnet. Dann werden der Boden und das Material nass, und man kriegt auf diesem kleinen Raum die Sachen kaum noch getrocknet. Wenn da dann noch Kälte hinzukommt, ist es nicht ganz leicht.

Es gibt Sätze von Ihrer Figur Hartmut wie „Regeln schaffen Ordnung“ oder „Familie lügt nicht“, die hätten auch von Ihrem „letzten Bullen“ Mick Brisgau stammen können.

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Das stimmt. Mick Brisgau hätte sich mit Hartmut auch auf Anhieb gut verstanden und hätte seinen Schwiegersohn Markus auch ein bisschen auf den Arm genommen. (lacht)

Auch dass der Vater mitentscheidet, wen die Tochter heiratet …

... nicht zu Unrecht. Die älteste Tochter hat es ja missachtet und ist damit wirklich auf die Schnauze gefallen. Sie sitzt da auf dem Campingplatz, hat keinen Mann und ist alleinerziehende Mutter. Wenn sie die Familie nicht hätte, würde sie ganz schön dumm dastehen. Aus dieser Erfahrung heraus ist Hartmut natürlich stark daran interessiert, dass seine zweite Tochter nicht auch irgend so eine Pflaume anschleppt, die sie dann sitzen lässt. Da muss man nur mal nach Bayern aufs Land fahren. Da ist das auch noch so, dass die Familie mitentscheidet. Es ist doch ein Irrglaube von uns, die wir in den Städten leben, zu glauben, dass die Welt überall so ticken würde wie in Hamburg, Köln, Berlin und München. Da muss man nur mal aufs Land rausfahren. Nur haben die Menschen in den Städten ja die Deutungshoheit. Da sitzen die Medien.

Wir sprachen bereits darüber, dass „Der letzte Bulle“ gerade im Kino läuft.

Peter Thorwarth hat die Geschichte noch mal ganz neu fürs Kino erzählt. Man sieht Sachen, die man vorher nicht gesehen hat. Die Prämisse, dass einer 25 Jahre lang im Koma lag und dann aufwacht, die haben wir genommen und daraus einen Kinofilm gemacht. Die entfaltet noch mal eine ganz eigene Dynamik. Der Film hat viel zu bieten und ist sehr unterhaltsam. Es hat mir selber großen Spaß gemacht, endlich wieder mit Maximilian Grill zusammen zu spielen.

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