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Heinz Rudolf Kunze kritisiert Nena: „Unverantwortliches Verhalten gefährdet Konzerte von uns allen“

  • Nena hat kürzlich mit Aussagen über die Corona-Hygiene­vorschriften auf einem Konzert für Diskussionen gesorgt.
  • Dazu äußert sich nun Musiker­kollege Heinz Rudolf Kunze – er „verurteile das aufs Allerschärfste“.
  • Auch für Helge Schneider, der ein Strandkorb­konzert abgebrochen hat, hat er kein Verständnis und fordert mehr Dankbarkeit und Demut.
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Der Sänger und Songschreiber Heinz Rudolf Kunze hat seine Musikerkollegin Nena dafür kritisiert, kürzlich bei einem Konzert in Berlin das Hygienekonzept des Veranstalters bewusst missachtet zu haben. „Ich verurteile das aufs Allerschärfste“, sagt er im Podcast „Bosbach & Rach – die Wochentester“ von „Kölner Stadt-Anzeiger“ und Redaktions­Netzwerk Deutschland (RND). Wenn Nena ihre eigenen Konzerte riskieren wolle, sei das ihre Sache. „Sie hat vermutlich Geld genug, um sich das leisten zu können. Aber durch ihr unverantwortliches und blindes Verhalten gefährdet sie nicht nur ihre eigenen Konzerte, sondern die Konzerte von uns allen“, so der Sänger.

Nena hatte mit einem Auftritt im brandenburgischen Schönefeld in der Nähe des Flughafens BER Diskussionen ausgelöst. Das Open-Air-Konzert wurde vor einer möglichen Zugabe beendet – laut einem Bericht des „Tagesspiegels“ und mehrerer Videos bei Twitter hatte sich die Musikerin zuvor kritisch über die Hygiene­vorschriften geäußert.

„Mir wird gedroht, (…) dass sie die Show abbrechen, weil ihr nicht in eure (…) Boxen geht“, sagte Nena laut Zeitungs­bericht und Videos. „Ich überlasse es in eurer Verantwortung, ob ihr das tut oder nicht. Es darf jeder frei entscheiden, genauso wie jeder frei entscheiden darf, ob er sich impfen lässt oder nicht.“ Zuschauerinnen und Zuschauer hatten sich nicht an die Hygiene­regeln gehalten. Daraufhin haben bereits andere Konzert­veranstalter Auftritte mit Nena abgesagt.

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Kunze kritisiert auch Helge Schneider

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Nach der Kritik an Nena geht Kunze im „Wochentester“-Podcast auch auf seinen Kollegen Helge Schneider ein, der ein Strandkorb­konzert abgebrochen hatte, weil er genervt von den herumlaufenden Gastronomie­mitarbeitern war. „Es ist Helges Sache, wenn er mit den Umständen nicht zufrieden ist und sie ihm nicht behagen“, meint Kunze, fügt dann aber hinzu: „Ich habe auch Autokino­konzerte gespielt, ohne mich darüber zu mokieren, dass die Leute da hinter Blech sitzen. Ich freue mich, wenn die Scheinwerfer blinken und die Scheibenwischer sich bewegen. Und wenn die Hupen gehen als Zeichen von Applaus. Das alles ist doch besser als gar nichts.“ Kunze ist aktuell selbst auf Tour und spielt dabei auch Strandkorb­konzerte. „Man muss auch mal ein bisschen dankbar und demütig an die Sache rangehen“, meint er.

Im Gespräch mit Wolfgang Bosbach und Christian Rach kritisiert Kunze die fehlende Lobby für Kunst und Kultur: „Bei Fußball und Kultur wird mit zweierlei Maß gemessen. Der DFB, die Uefa, die Fifa und wie alle diese mächtigen Organisationen heißen, haben offenbar andere Möglichkeiten der Druckausübung als wir armen Künstler.“

RND/hsc

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