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“Hatte das Herz am rechten Fleck”: Abschied von Filmemacher Joseph Vilsmaier

  • Ministerpräsident Markus Söder (CSU) nannte ihn einen großen Filmemacher mit einer unverwechselbaren bayerischen Stimme.
  • In München haben Kollegen und Weggefährten Abschied von Joseph Vilsmaier genommen.
  • Der Regisseur und Kameramann war im Alter von 81 Jahren gestorben.
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München. Die Filmbranche hat sich in München von dem Regisseur und Kameramann Joseph Vilsmaier verabschiedet. Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) nannte ihn einen großen Filmemacher und einen vielseitigen Künstler mit einer unverwechselbaren, sympathischen bayerischen Stimme. "Er hatte das Herz am rechten Fleck", sagte Söder am Montag bei einem Trauergottesdienst in der katholischen Kirche St. Michael. Ein großes Schwarz-Weiß-Foto vor den Altarstufen zeigte Vilsmaier mit nachdenklichem Blick, in der Hand eine Zigarre. Am 11. Februar war er mit 81 Jahren gestorben.

Die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Charlotte Knobloch, erinnerte an seine Verbundenheit mit den drei Töchtern und seiner 2009 gestorbenen Ehefrau Dana. "Wie viel Liebe ihn umgab, das war sein großes Glück." Auch den Juden sei er sehr verbunden gewesen. "Im Gedenken, aber auch im Feiern stand er an unserer Seite, all das macht den Abschied heute so furchtbar schwer", sagte Knobloch. Tief gerührt war der Schauspieler und Filmemacher Michael Bully Herbig: "Ich habe jede Sekunde mit dir genossen, ich werde dich für den Rest meines Lebens vermissen."

Der Regisseur Otto Retzer und die Schauspielerin Uschi Glas kommen zur Trauerfeier für Joseph Vilsmaier. © Quelle: Tobias Hase/dpa
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Zu hören gab es Musik aus Vilsmaiers Filmen wie "Herbstmilch", "Comedian Harmonists" und "Schlafes Bruder". Hubert von Goisern widmete Vilsmaier einen Jodler, Hans-Jürgen Buchner von Haindling und Claudia Koreck sangen "Das ewige Lied". Die Urnenbeisetzung sollte später im engsten Familienkreis stattfinden. Trauergäste waren auch Schauspieler wie Michaela May, Ben Becker, Kai Wiesinger und Sebastian Bezzel sowie Bayerns Ex-Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU).

RND/dpa

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