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Nach dem Ausstieg: Darum kann Prinz Harry doch noch König werden

  • Nun ist klar: Harry und Meghan werden nicht mehr als aktive Mitglieder der britischen Königsfamilie zurückkehren.
  • Aus der Liste der Thronfolger ist Harry aber dennoch nicht gestrichen.
  • Denn dafür müsste das britische Parlament aktiv werden.
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London. Prinz Harry und seine Ehefrau Meghan werden nicht für royale Aufgaben ins britische Königshaus zurückkehren. Das haben Buckingham Palace und die Sprecher des Paares am Freitag bekannt gegeben. Doch heißt das, dass Harry tatsächlich niemals König werden kann?

Die Thronfolge in der britischen Königsfamilie ist eine sensible Sache. So wurden beispielsweise erst 2013 Frauen mit den Männern gleichgestellt. Nun hat Buckingham Palace bekannt gegeben, dass Harry wie seine Ehefrau Meghan nicht mehr als aktives Mitglied der Royal Family zurückkehren wird. In der britischen Thronfolge stand Harry bisher auf Platz sechs. Vor ihm: sein Vater Charles, sein Bruder William und dessen drei Kinder George, Charlotte und Louis. Nach ihm: sein Sohn Archie. Und auch wenn Harry keine aktive Rolle in der Königsfamilie spielen wird, verliert er diesen Platz nicht.

Der Grund: Das britische Parlament bestimmt die Thronfolge, wie es auf der Seite von Buckingham Palace zu lesen ist, geregelt unter dem „Act of Settlement“. Also muss das Parlament auch aktiv eingreifen, um ein Mitglied der Königsfamilie von der Liste zu streichen. Das ist bei Harry aber nicht passiert. So könnte er also immer noch zum König gekrönt werden.

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Edward VIII. durfte nie wieder König werden

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Doch die Geschichte hat bereits ein Beispiel für den Ausschluss aus der Thronfolge geliefert: Edward VIII., der Onkel der Queen, wurde im Zuge seiner Abdankung 1936 von der britischen Thronfolge ausgeschlossen. Der Hintergrund: Edward VIII. hatte im Januar 1936 nach dem Tod seines Vaters den Thron bestiegen – noch unverheiratet. Doch wollte er die geschiedene Bürgerliche Wallis Simpson heiraten – eine Ehe, die das britische Kabinett damals ablehnte. Und so ging Edward damals aufs Ganze: Er würde abdanken, wenn er Wallis Simpson nicht heiraten dürfe. Eine solche Hochzeit hätte aber zu der Zeit eine konstitutionelle Krise auslösen können: Denn wenn er gegen den Rat seiner Minister agiert und einfach geheiratet hätte, hätte er damit die Regierung zum Rücktritt gezwungen. So entschied sich Edward für ein Leben mit Wallis Simpson im Exil und ohne die Krone.

Edward wurde dadurch aber nicht ein normaler Bürger. Die erste Amtshandlung seines kleinen Bruders George VI., dem Vater der Queen, war die Ernennung von Edward zum Herzog von Windsor. Dies stellte sicher, dass er keine politische Karriere einschlagen konnte. Denn als Herzog durfte er nicht fürs Unterhaus kandidieren und im Oberhaus keine politischen Reden halten.

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Seinen Titel als „His Royal Highness“ (HRH) behielt er allerdings. Seine Frau Wallis Simpson erhielt diese Ehre nicht, was ein Leben lang zu Verstimmungen führte. Anders als Herzogin Meghan – sie behält ebenso wie ihr Mann ihren Titel als Herzogin und als „HRH“.

RND/goe

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