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Harald Glööckler soll Kirchenfenster gestalten - “Kein Sündermotiv”

  • Harald Glööckler soll ein Kirchenfenster im Kreis Lörrach gestalten.
  • "Die Idee eines Kirchenfensters hatte er, und die Idee, dass er unseres gestalten könnte, hatte ich", sagte der Pfarrer der Gemeinde.
  • Glööckler hat auch schon einen ersten Entwurf fertig gestellt.
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Kirchheim/Rümmingen. Modeschöpfer Harald Glööckler (54) soll das zentrale Chorfenster der Jakobuskirche der evangelischen Gemeinde in Rümmingen (Kreis Lörrach) gestalten. "Die Idee eines Kirchenfensters hatte er, und die Idee, dass er unseres gestalten könnte, hatte ich", sagte Pfarrer Dirk Fiedler der Deutschen Presse-Agentur. "Das Motiv soll religiös sein und zu uns passen." Glööckler wurde in Maulbronn (Enzkreis) geboren und hat auch ein Buch über Reformbedarf in der Kirche geschrieben.

Glööckler, der in Kirchheim in Rheinland-Pfalz wohnt, kündigte an, er wolle ein Motiv schaffen, das im wahrsten Sinne des Wortes beflügele. "Mein erster Entwurf sind zwei Friedenstauben, die in goldenem Licht fliegen", verriet der Designer. Ein Motiv, das vorwurfsvoll den Zeigefinger hebe und Menschen das Gefühl gebe, Sünder zu sein, finde er unpassend. "Das Motiv soll Liebe und Vergebung signalisieren."

Pfarrer Fiedler sagte, mögliche Skeptiker sollten abwarten, wie großartig das Fenster werde. "Nicht jeder muss Harald Glööcklers Stil mögen, aber er erreicht viele in der Bevölkerung in sehr positiver Weise. Und er hat noch eine ganz wesentliche Eignung: Herzblut für die Sache", betonte er. Fiedler rechnet mit Kosten von etwa 10 000 Euro, die durch Spenden zusammenkommen sollen.

"Die Maße stehen noch nicht fest, da sie sich nach dem Motiv richten. Es ist aber nicht auf die Fenstergröße beschränkt", meinte Fiedler. Denkbar sei eine Höhe von 2,60 Meter auf 1 Meter Breite. "Wir werden uns mit ihm treffen, Motive diskutieren, dann anfangen, Geld zu sammeln, geeignete Menschen suchen, die das handwerklich umsetzen, und Schritt für Schritt die Sache weiter verfolgen. In spätestens zwei Jahren sollten wir ein Ergebnis sehen." Das zentrale Chorfenster sei bisher zugemauert gewesen und freigelegt worden.

Der evangelisch erzogene Glööckler sagte, für ihn sei eine Kirche zunächst ein Gebäude. "Aber durch die Menschen, die die Kirche beleben, wird es zu einem Ort der Gemeinsamkeit und der Ruhe, auch der Freude, der Andacht und der Besinnlichkeit. Und sicherlich ist es für viele Menschen ein Ort, an dem sie sich Gott näher fühlen."

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Er selbst sei zwar aus der Kirche ausgetreten, fühle sich Gott aber immer nahe. "Dennoch gibt es Kirchen, die ich aufgrund ihrer Energie gerne besuche, und die es mir erleichtern, zu mir und Gott zu finden."

RND/dpa

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