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„Gottlos gefühlt“: Esther Schweins spricht über Krebstod ihres Mannes

  • Nach dem Tod ihres Mannes an Krebs hat sich Esther Schweins „gottlos” gefühlt.
  • In einem Interview sagt die Schauspielerin, dass Freunde, Familienangehörige und Literatur sie gerettet hätten.
  • „Unsere Kinder konnten über Wochen gar nicht in eine Richtung taumeln oder gar fallen, weil einfach immer jemand da war“, so Schweins.
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Nach dem Tod ihres Mannes vor zwei Jahren hat sich die Schauspielerin und Regisseurin Esther Schweins (49) nach eigenen Worten das erste Mal in ihrem Leben „gottlos“ gefühlt. Sie habe sich trostlos und schmerzerfüllt vom Leid ihres Mannes gefühlt und sei „entsetzt über die präzise Grausamkeit“ gewesen, „mit der Krebs und Chemotherapie so konsequent einen Körper zerstören“, sagte sie dem „Zeit-Magazin“. Im September 2017 starb Schweins’ Ehemann, der mallorquinische Landwirt Lorenzo Mayol Quetlas, mit nur 53 Jahren an Darmkrebs.

Die Rettung kam durch Freunde und Familie

Gerettet hätten sie ihre Freunde und Familienangehörige. „Alle waren sofort da, die Familie und viele Freunde, als sie von dem Tod meines Mannes erfuhren“, sagte Schweins. „Direkt, ungefragt, am Morgen nach der Nachricht waren sie da – manche mit ihren Kindern. Unsere Kinder konnten über Wochen gar nicht in eine Richtung taumeln oder gar fallen, weil einfach immer jemand da war.“ Ihre Kinder waren damals acht und zehn Jahre alt.

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Trost durch die Gedichte von Marie Luise Kaschnitz

Auch Literatur sei ein rettendes Element gewesen, sagte die 49-Jährige – etwa die Lektüre der Poetin Marie Luise Kaschnitz. Sie habe gelernt: „Wenn du diese bodenlose Trauer annimmst, das Unerträgliche auslotest, umfängt dich Leere, und diese Leere trägt“, sagte Schweins. „Lass dich fallen, und du fällst auf Gott.“ Auf die Frage, ob der Verlust sie verändert habe, sagte sie: „Ich bin dieselbe mit einem schlimmen Schrecken mehr.“

Schweins hat noch einen Koffer in Berlin

Die in Oberhausen geborene Schauspielerin lebt mit ihren Kindern auf Mallorca, hat aber auch noch eine Dependance in Berlin. „Ich teile mir die Wohnung mit einer lieben Freundin. So habe ich einen Koffer in Berlin – und eine Küche zu putzen“, sagte Schweins in einem Interview mit dem Magazin „Gala“. Schweins startete ihre Karriere 1973 als Hexe Mümü in der „Sesamstraße“, wurde einem breiten Publikum mit der Sendung „RTL Samstag Nacht“ bekannt. Im März war sie im Kino in der Beziehungskomödie „Rate Your Date“ zu sehen gewesen.

RND/epd/dpa