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Antisemitismus-Vorwürfe gegen Hotel: Gil Ofarim stellte zweite Anzeige wegen falscher Verdächtigung

  • Gil Ofarim hat bei seiner Vernehmung in der vergangenen Woche eine zweite Anzeige gegen einen Hotelmitarbeiter erstattet – wegen falscher Verdächtigung.
  • Damit bezieht sich der Musiker wiederum auf eine Anzeige des Angestellten wegen Verleumdung, die sich gegen Ofarim richtet.
  • Der Sänger hatte zuvor Antisemitismus-Vorwürfe gegen Mitarbeiter des Hotels öffentlich gemacht.
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Leipzig. Der Sänger Gil Ofarim hat bei seiner Vernehmung in der vergangenen Woche in München gleich zwei Strafanzeigen gegen einen Mitarbeiter eines Leipziger Hotels erstattet. Wie die Leipziger Staatsanwaltschaft am Freitag gegenüber dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) mitteilte, stellte der Musiker eine weitere Anzeige wegen des Tatvorwurfs der falschen Verdächtigung. Bislang war nur bekannt, dass der Sänger wegen „aller in Betracht kommender Straftaten“ in Bezug auf die Antisemitismus-Vorwürfe Anzeige erstattet hatte. Hintergrund ist, dass der Hotelmitarbeiter Ofarim wegen Verleumdung angezeigt hatte. Zuvor hatte der „Tagesspiegel“ berichtet.

Bei der Vernehmung in der bayerischen Landeshauptstadt waren sächsische Ermittler vor Ort. Die Ermittlungen führt die Kriminalpolizei Leipzig in Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft. Wann die Ergebnisse der Untersuchungen vorliegen, könne derzeit nicht gesagt werden, teilte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft mit.

Ofarim hatte vor gut zwei Wochen in einem Video geschildert, dass ihn ein Hotelmitarbeiter aufgefordert habe, seine Kette mit Davidstern abzunehmen. Ofarim ist der Sohn des israelischen Musikers Abi Ofarim (1937-2018) und in Deutschland aufgewachsen.

Der Staatsanwaltschaft Leipzig liegen neben den Anzeigen durch Ofarim und den betroffenen Hotelmitarbeiter weitere Anzeigen unbeteiligter Dritter wegen Volksverhetzung vor.

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Der Bericht der internen Untersuchung, die das Westin Hotel von einer Kanzlei hat durchführen lassen, hat die Staatsanwaltschaft laut Sprecher zur Kenntnis genommen. Doch vor Abschluss der Ermittlungen sieht die Behörde von einer vorläufigen Bewertung ab. Auch die Prüfung der Videoaufnahmen aus dem Hotel dauert weiter an.

RND/dpa/goe

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