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  • Gil Ofarim: Manager von Patricia Kelly erhebt ebenfalls Vorwürfe gegen Leipziger Westin

Gil Ofarims Antisemitismusvorwürfe: Musikmanager nach eigener Aussage im gleichen Leipziger Luxushotel homophob beleidigt

  • Am Montagabend veröffentlicht der Sänger Gil Ofarim ein Statement und wirft Mitarbeitern des Leipziger Westin Hotels Antisemitismus vor.
  • Nun meldet sich Piero Vecchelio, der nach eigener Aussage im gleichen Hotel homophob beleidigt wurde.
  • Vecchelio ist unter anderem Musikmanager der Sängerin Patricia Kelly.
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Leipzig. Am Montagabend meldete sich der Sänger Gil Ofarim auf Instagram und erklärte in einem Video, dass er antisemitisch beleidigt wurde. Nun meldete sich auch der Manager von Patricia Kelly, Piero Vecchelio (links im folgenden Instagram-Foto), zu Wort. Er äußerte sich gegenüber RTL, dass er im letzten Jahr ebenso im Leipziger Westin Hotel schlechte Erfahrungen gemacht habe.

Vecchelio berichtet von homophoben und rassistischen Beleidigungen

In einem Statement, das RTL vorliegt, habe sich der Musikmanager über die mangelnde Sauberkeit in dem Hotelzimmer beschwert. Haare hätten auf dem Bett gelegen, der Abfluss sei verstopft gewesen. Der Hotelmanager sei dann zu seinem Zimmer gekommen und habe „an der Tür gepoltert“. Im Statement wird Vecchelio zitiert: „Als ich öffnete, schaute er mich von oben bis unten an und sagte: ‚Wegen dir, du Drecksschwuchtel, bin ich jetzt hier raufgekommen?‘“ Piero Vecchelio, der in der Schweiz geboren wurde, solle „so schnell wie möglich in das Scheißland zurückreisen“, wo er herkomme.

Hotel erteilt Vecchelio Hausverbot

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Als sich Vecchelio in der Zentrale der Hotelkette beschwerte, bekam er allerdings nicht die Antwort, die er erwartet hatte. Das Antwortschreiben, das RTL ebenso vorliegt, heißt es: „Durch Ihr Verhalten am 4. Juni 2020 gegenüber unseren Mitarbeitern haben Sie den Hotelbetrieb nachhaltig gestört. Das können wir nicht länger hinnehmen. Wir sehen uns deshalb gezwungen, Ihnen für unser Hotelgebäude (...) unbeschränktes Hausverbot zu erteilen.“

„Westin“-Hotelmanager Andreas Hachmeister stellte die Situation gegenüber der „Leipziger Volkszeitung“ anders da. Er sei damals persönlich mit dem Fall befasst gewesen, weil sich der Gast im Hotel „schlecht benommen“ habe. Bei einem Gespräch darüber habe der Gast ihn persönlich beleidigt und am Ende ein Hausverbot erteilt bekommen. Erst anschließend sei der Vorwurf erhoben worden, dass es im „Westin“ homophobe Äußerungen gegeben haben soll. „Davon ist nichts wahr“, so Hachmeister. „Das stimmt zu hundert Prozent nicht.“

RND/kr

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