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Gil Ofarim: „Ermittlungen sollten Staatsanwaltschaft und Polizei vorbehalten bleiben“

  • Ein Mitarbeiter eines Hotels in Leipzig soll den Sänger Gil Ofarim antisemitisch beleidigt haben.
  • Laut einem Gutachten des Hotels, aus dem am Mittwoch Details bekannt wurden, soll allerdings keiner der befragten Zeugen Ofarims Version stützen.
  • Der Anwalt des Sängers reagiert am Nachmittag auf die Behauptungen.
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Zurückhaltend hat Gil Ofarim auf am Mittwoch bekannt gewordene Details aus einem internen Untersuchungs­bericht des Leipziger Westin-Hotels reagiert. Der Sänger hatte Mitarbeitern Antisemitismus vorgeworfen, der Fall sorgte bundesweit für Schlagzeilen.

„Nach meiner Auffassung sollten die Ermittlungen auch weiterhin der verantwortlichen Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei vorbehalten bleiben, die sehr engagierte Arbeit leisten. Ein vom Hotel bezahlter Untersuchungs­bericht wird genauso wie zuvor an die Medien gespielte unvollständige Videosequenzen kein Beitrag zur Wahrheitsfindung sein“, wird Ofarim in einer Mitteilung seines Anwalts zitiert. Der alltägliche Antisemitismus erfordere eine ernsthafte Auseinandersetzung.

Bericht: Zeugen sollen Ofarims Angaben nicht bestätigen

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Der Anwalt Ofarims teilte weiter mit, es sei mit der ermittelnden Staatsanwaltschaft von Anfang an verabredet gewesen, dass Gil Ofarim nicht einer Untersuchung zuarbeiten werde, die vom Hotel beauftragt wurde, sondern dass er auf unabhängige staatliche Ermittlungen vertraue und diese unterstütze. Das sei auch den Anwälten des Hotels so mitgeteilt worden.

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Die Wochenzeitung „Die Zeit“ berichtet in der am Donnerstag erscheinenden Ausgabe über Details aus dem Untersuchungsbericht des Hotels. Demnach habe keiner der am 4. Oktober in der Hotellobby anwesenden Zeugen die Version Ofarims bestätigt, wonach er antisemitisch beleidigt worden sei. Auch sei eine Kette mit dem Davidstern „sehr wahrscheinlich nicht sichtbar“ getragen worden.

Der Sänger Gil Ofarim hatte Anfang Oktober in einem Video geschildert, dass ihn ein Mitarbeiter von The Westin Leipzig aufgefordert habe, seine Kette mit Davidstern abzunehmen. Ofarim erstattete Anzeige.

RND/seb

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