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  • Gil Ofarim äußert sich zu neuen Entwicklungen nach Antisemitismus-Vorwürfen gegen Leipziger Hotel

Gil Ofarim: „Mir war klar, dass ich irgendwann als Lügner hingestellt werde“

  • Sänger Gil Ofarim äußert sich zu der neuen Entwicklung nach seinen Antisemitismusvorwürfen gegen ein Leipziger Hotel.
  • Er sei „felsenfest“ sicher, in dem Hotel antisemitisch beleidigt worden zu sein, sagt der Sänger der „Leipziger Volkszeitung“.
  • Seine Kette mit dem Davidstern habe er offen im Hotel getragen.
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Leipzig. Sänger Gil Ofarim wehrt sich erneut gegen Berichte, die seine Darstellung vermeintlich antisemitischer Beleidigungen durch Mitarbeiter eines Leipziger Hotels infrage stellen. Er sei „felsenfest“ sicher, im Hotel „The Westin Leipzig“ antisemitisch beleidigt worden zu sein, sagte der 39-Jährige am Montag der „Leipziger Volkszeitung“ (LVZ). „Nicht nur einmal, sondern zweimal. Erst, als ich noch in der Schlange stand, kam der Satz von hinten. [...] Dann bin ich zum Hotelmitarbeiter gegangen und wollte mich über die Beleidigung von hinten beschweren. Dann fiel der Satz noch einmal: Packen Sie Ihren Stern ein, dann können Sie einchecken“, so Ofarim.

Hintergrund sind Berichte vom Wochenende, wonach eine Kette mit dem Davidstern auf den Videos der Überwachungskameras des Hotels nicht deutlich sichtbar gewesen sei. Dazu sagte Ofarim: „Ich habe diese Kette im Hotel getragen. Ich ziehe sie praktisch nie aus – auch an diesem Tag nicht.“ Er trage die Kette seit seinem 13. Geburtstag, als er sie zur Bar Mitzwa von seinem Vater geschenkt bekommen habe.

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„Das, was bisher gezeigt wurde, sind nicht die kompletten Videoaufnahmen aus dem Hotel. Ich bitte diejenigen, die diese Bilder veröffentlicht haben, doch alles zu zeigen. Dann würde man auch sehen, dass ich die Kette nicht etwa später erst für mein Video umgehängt habe – so wie es jetzt auch behauptet wird.“ Es würde auch zeigen, dass er sich nicht pöbelnd verhalten habe.

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„Er wirkt absolut gefestigt“: Reporter gibt Einblick in Gespräch mit Gil Ofarim
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Der Fall Gil Ofarim ist komplex. Der Sänger bleibt aber bei den von ihm erhobenen Antisemitismus-Vorwürfen. Eine Einordnung von Leipzig-Reporter Matthias Puppe.  © RND

Gil Ofarim: Vertrauen in die Justiz

Er habe Vertrauen in die Justiz und die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft, sagte Ofarim der „LVZ“. „Mir war auch von vornherein klar, dass ich irgendwann wohl als Lügner hingestellt werden würde. So etwas ist mir in meinem Leben auch nicht das erste Mal passiert. Ich kann nicht mehr machen als zu erzählen, was mir passiert ist.“

Ofarim hatte Anfang Oktober in einem Video berichtet, dass ihn ein Mitarbeiter von The Westin Leipzig aufgefordert habe, seine Kette mit Davidstern abzunehmen. Ofarim erstattete Anzeige. Der Staatsanwaltschaft Leipzig liegen mehrere Anzeigen zu dem Vorfall vor – auch von dem beschuldigten Hotelmitarbeiter wegen Verleumdung.

RND/seb/dpa

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