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Furtwängler über das Kinderkriegen: „Das einzige Leben, das sich radikal verändert hat, war meins“

  • „Tatort“-Schauspielerin Maria Furtwängler kritisiert die fehlende Geschlechtergerechtigkeit auch im familiären Bereich.
  • Auch bei ihr habe sich durch das Kinderkriegen vor allem für sie etwas verändert – nicht für ihren Mann.
  • „Hätte ich ein anderes Beispiel vorgelebt bekommen, hätte ich das sicherlich anders eingefordert“, sagt sie.
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„Tatort“-Schauspielerin Maria Furtwängler (54) setzt sich bekanntlich für mehr Frauen in Führungspositionen der Wirtschaft ein. So war sie zuletzt unter anderem maßgeblich an der #ichwill-Kampagne beteiligt, die eine verbindliche Frauenquote für deutsche Großkonzerne fordert. Nun hat Furtwängler, die selbst zwei Kinder hat und mit Verleger Hubert Burda verheiratet ist, in der Radio-Bremen-Talkshow „3 nach 9“ über Geschlechtergerechtigkeit und Rollenverteilung in Gesellschaft und Privatleben gesprochen.

Sie bemängelt auch im familiären Bereich fehlende Geschlechtergerechtigkeit. Im Gespräch mit Gastgeber Giovanni di Lorenzo über Rollenmuster in ihrem Privatleben erklärte sie: „Ich erinnere mich, dass ich, als ich mit unserem ersten Kind schwanger war, meinem Mann gesagt habe: Einen Nachmittag in der Woche muss er sich auch freinehmen und auf dieses Kind aufpassen. Er hat bei allem immer freundlich genickt, aber es ist nicht ein einziges Mal passiert.“ Furtwängler betont: „Es war ganz klar: Das einzige Leben, das sich radikal verändert hat, war meins.“

Ungleichbehandlung von Männern und Frauen

Auch in anderen Bereichen gebe es bei Furtwängler und ihrem Mann in punkto Rollenverhalten offenbar Ähnlichkeiten zu eher aus der Generation ihrer Eltern bekannten Verhaltensweisen. Furtwänglers Fazit bei „3 nach 9“: „Hätte ich ein anderes Beispiel vorgelebt bekommen, hätte ich das sicherlich anders eingefordert. Und das hätte vielleicht auch geklappt.“ Die Ursache für die weiterhin verbreitete Ungleichbehandlung von Männern und Frauen sei eine stark verwurzelte patriarchale Prägung. „Wir kommen aus so tiefen Vorurteilen“, so Furtwängler. Diese abzulegen, sei ein extrem mühsamer Prozess.

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So habe Furtwängler selbst lange Vorbehalte und Vorurteile gegenüber Frauen gespürt und erlebt, wie sie in dem Gespräch sagt. Sie glaubt, dass die Angst der Frauen, nicht mehr zu gefallen, das Patriarchat zusammenhalte. „Wir sind als Frauen sehr stark dazu erzogen, mit unserem Charme oder unserem Aussehen zu punkten.“ Gerade in ihrer Generation sei man wenig dahin erzogen worden, sich wirklich mit Inhalten und klaren Forderungen durchzusetzen.

RND/hsc



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