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Frédéric Sinistra: der Mann, der Corona leugnete – und daran starb

Der belgische Kickboxweltmeister Frédéric Sinistra ist tot.

Brüssel.Frédéric Sinistra tönte bei all seinen Auftritten immer wieder „Ich bin der stärkste Mann Belgiens.“ Der 40-jährige Kraftprotz sah auch so aus. Er war Weltmeister im Kickboxen. Er war im wahrsten Sinne des Wortes ein Schwergewicht, ein Muskelprotz. Er strotzte nur so vor Kraft und Gesundheit. Und Frédéric Sinistra war ein überzeugter Corona-Leugner. „Das Virus gibt es nicht. Ich spreche seinen Namen nicht einmal aus“, pflegte er bei seinen martialischen Auftritten immer wieder zu sagen.

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„Ich brauche mich nicht impfen zu lassen. Das Virus kann mir nichts anhaben. Ich bin gesund. Ich bin stark.“

Doch dann schlug das Virus zu. Covid-19 infizierte den Körper des „stärksten Mannes Belgiens“, des Weltmeisters der Kickboxer. Frédéric Sinistra wurde krank. Er konnte nur noch schwer atmen. Er musste in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Er musste künstlich beatmet werden. Er wurde zum einem Corona-Patienten, infiziert von einem Virus, das es seiner Meinung nach gar nicht gab.

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„Ich komme noch stärker zurück“

Das war Ende November. Da lag der Weltmeister der Kickboxer in der Uni-Klinik von Lüttich. Einen für den 4. Dezember geplanten Kampf im französischen Nimes musste der „stärkste Mann Belgiens“ wegen seiner Corona-Erkrankung absagen. „Das geht mir auf den Geist“, twitterte er aus dem Krankenhaus. „Aber ich lebe, ich werde noch stärker sein, wenn ich wieder draußen bin.“

Sein Trainer drohte ihm, dass er ihn nicht mehr trainieren werde, wenn er das Krankenhaus verlassen sollte. Aber Frédéric Sinistra hörte nicht auf ihn. Er verließ das Krankenhaus Anfang Dezember. In den sozialen Medien ließ er wissen: „Ich kuriere mich zu Hause aus, so wie sich das gehört. Ich komme noch stärker zurück.“

Aber er hing auch zu Hause noch immer an der Sauerstoffflasche. Das Covid-19-Virus hatte seine Lunge schwer beschädigt. Doch das wollte Frédéric Sinistra einfach nicht wahrhaben. Er wollte das gefährliche Covid-19-Virus und dessen Mutationen einfach besiegen, so wie er einen Gegner in einem Kickboxkampf besiegen will. Doch der Gegner war diesmal kein Boxer. Der Gegner war diesmal ein Virus.

Der stärkste Mann Belgiens ist tot

Und das Virus war stärker als der „stärkste Mann Belgiens“. Am Montag melden belgische Medien den Tod von Frédéric Sinistra. Er starb an den Folgen einer Covid-19-Infektion. Er ignorierte die Covid-Pandemie. Er ließ sich nicht impfen. Er steckte den Kopf in den Sand. Er wähnte sich unsterblich.

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Auf seinem Grabstein, so könnte man zynisch bemerken, wird wohl stehen: „Ich hatte immer recht.“

Nun aber ist der stärkste Mann Belgiens tot. Seine Rechthaberei hat ihn ins Grab gebracht.

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