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„Frauenschläger“-Vorwurf: Johnny Depp verliert Prozess gegen Boulevardblatt „Sun“

  • Schauspieler Johnny Depp hat seinen Rechtsstreit gegen die Zeitung „Sun“ verloren.
  • Der 57-Jährige hatte gegen die Boulevardzeitung geklagt, weil diese behauptete, dass er seine Ex-Frau Amber Heard misshandelt habe.
  • Am Montag fiel das Urteil im Prozess, der zu einem wahren Rosenkrieg zwischen dem Ex-Paar wurde.
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London. Schauspieler Johnny Depp ist mit einer Verleumdungsklage gegen die britische Boulevardzeitung „The Sun“ vor Gericht gescheitert. Richter Andrew Nicol vom High Court teilte in seinem Urteil am Montag mit, die Eigentümer der Zeitung hätten gezeigt, dass das, was das Blatt in Berichten über Depp geschildert habe, „im Wesentlichen wahr war“.

Heard soll Todesangst vor Depp gehabt haben

Depp hatte den Verlag der Zeitung, News Group Newspapers, und ihren Chefredakteur Dan Wootton wegen eines Artikels vom April 2018 verklagt, der ihn als „Ehefrauenschläger“ hinstellte. Depp bestreitet, seiner Ex-Frau Amber Heard Gewalt angetan zu haben. Die Verteidigung der Zeitung stützte sich auf Vorwürfe von Heard gegen Depp. Die „Sun“ feierte das Urteil als „Sieg für die Pressefreiheit“.

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Sowohl Depp als auch Heard hatten bei dem dreiwöchigen Prozess im Juli im Zeugenstand ausgesagt. Sie machten widersprüchliche Angaben zu ihrer wechselhaften Beziehung. Heard sagte, Depp habe sich im Alkohol- und Drogenrausch in ein gewalttätiges „Monster“ verwandelt. Bei Vorfällen zwischen 2013 und 2016 sei sie von Depp geschlagen und geschubst und mit Flaschen beworfen worden. Depp bezeichnete die Vorwürfe als „krank“ und falsch. Heard sei die Gewalttätige in ihrer Beziehung gewiesen. Die Schauspielerin habe ihn geschlagen und ihm bei einem Streit in Australien eine Fingerkuppe abgetrennt. Depp räumte ein, dass er viele Drogen genommen habe. Er bestritt aber, dass der Drogenkonsum ihn gewalttätig mache.

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Prozessauftakt: Johnny Depp will sich nicht „Frauenschläger“ nennen lassen
0:58 min
Der US-Schauspieler hat die britische Zeitung „The Sun“ verklagt, weil sie geschrieben hatte, dass er seine Ex-Frau Amber Heard geschlagen haben soll.  © Reuters

Der heute 57-jährige Depp und die inzwischen 34-jährige Heard hatten sich bei den Dreharbeiten zu der Komödie „The Rum Diary“ 2011 kennengelernt. Sie heirateten 2015 in Los Angeles und ließen sich 2017 scheiden. Depp verklagte Heard nach der Trennung zusätzlich in den USA wegen Verleumdung auf 50 Millionen Dollar. Der Prozess dazu soll nächstes Jahr abgehalten werden.

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Heards Anwältin Elaine Charlson Bredehoft teilte mit, das Urteil sei „keine Überraschung“ für diejenigen, die den Prozess im Sommer verfolgt hätten. „Sehr bald werden wir noch umfangreichere Beweise in den USA präsentieren“, gab sie an.

RND/AP

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