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Ex-„Empire“-Star vor Gericht: Jussie Smollett bestreitet mutmaßliche Bluffattacke

Im Prozess um eine mutmaßlich vorgetäuschte homophobe und rassistische Attacke auf ihn ist US-Schauspieler Jussie Smollett am Montag in den Zeugenstand getreten.

Im Prozess um eine mutmaßlich vorgetäuschte homophobe und rassistische Attacke auf ihn ist US-Schauspieler Jussie Smollett am Montag in den Zeugenstand getreten. Vor Gericht in Chicago sagte der einstige Star aus der TV-Dramaserie „Empire“ aus, dass er einem Freund damals 3500 Dollar für Ernährungs- und Fitnesstipps gegeben habe. Das Geld habe er nicht gezahlt, damit dieser Mann und dessen Bruder einen Angriff auf ihn inszenieren sollten.

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Smollett: „Es gab keinen Schwindel“

Damit widersprach Smollett den Gebrüdern, die ihn vergangene Woche im Prozess massiv belastet hatten. Der Ex-„Empire“-Star habe ihnen 100 Dollar im Januar 2019 gegeben, damit sie Gegenstände für die Fakeattacke kauften, erklärten sie. Auf Smolletts Wunsch hin hätten sie eine Schlinge besorgt, sie um seinen Hals gelegt und homophobe Sprüche gebrüllt. Für die gesamte Aktion habe ihnen der Schauspieler zudem 3500 Dollar gezahlt.

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Smollett stritt vor Gericht vehement ab, eine gegen ihn gerichtete Attacke inszeniert zu haben. „Es gab keinen Schwindel“, sagte der 39-Jährige. Das Geld habe er einem der Brüder gegeben, nachdem dieser ihm von einem Steroid auf Kräuterbasis erzählt habe, das für Gewichtsverlust sorge. Das Präparat sei aber in den USA illegal. Daher habe der Mann ihm angeboten, es auf einer bevorstehenden Reise nach Nigeria besorgen zu können, sagte Smollett.

Der Fall hatte 2019 hohe Wellen geschlagen. Der schwarze und schwule Smollett behauptete damals, die beiden Angreifer hätten gerufen: „Das ist MAGA-Land“ – also eine Anspielung auf Ex-Präsident Donald Trumps Wahlkampfparole „Make America Great Again“ (MAGA). Zahlreiche Stars stärkten dem Schauspieler daraufhin den Rücken.

Bewährungsstrafe oder gemeinnützige Arbeit bei Schuldspruch

Doch Smolletts Aussagen weckten die Zweifel der Ermittler, die nach einiger Zeit zu dem Schluss kamen, er habe den Angriff vorgetäuscht. Er soll laut Anklage unzufrieden gewesen sein, wie sein Fernsehstudio mit Hassbotschaften an ihn umgegangen seien. Smollett muss sich wegen seiner mutmaßlichen Falschaussage vor Gericht verantworten. Seine Anwälte argumentieren, dass die Brüder Smollett attackiert hätten, weil sie ihn nicht mochten und eine Chance gesehen hätten, schnell Geld zu verdienen. Die Verteidigung deutete zudem an, dass ein dritter Angreifer verwickelt sein könnte. Bei einem Schuldspruch dürfte Smollett mit einer Bewährungsstrafe oder gemeinnütziger Arbeit davonkommen.

RND/AP

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