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Nach Premiereneklat: Eric Stehfest erklärt seine flammende Rede

  • Bei der Premiere der Verfilmung “9 Tage wach” hat Ex-GZSZ-Star Eric Stehfest ein Plädoyer gegen Rechtsextremismus gehalten.
  • Nun berichtet er, wie es dazu kam.
  • Der Schauspieler will sich auch künftig klar positionieren.
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Berlin. Am Sonntagabend hatte Schauspieler Eric Stehfest auf der Premierenfeier seiner autobiografischen Verfilmung “9 Tage wach” ein flammendes Plädoyer gegen Rechtsextremismus und für (Nächsten-)Liebe gehalten. Nun erklärt er die Aktion gegenüber dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND): „Wir sind auf der Lesetour angefeindet worden für die Thematik des Buches und für das Aussprechen von Wahrheiten. Das passt natürlich nicht allen, weil diese Welt von ‚9 Tage wach‘ keine fiktive Welt ist. Die gibt es da draußen wirklich und viele leben von dieser Welt“, sagt er.

Zur Erklärung: In seiner Autobiografie schildert Stehfest seine jahrelange Abhängigkeit von Crystal Meth. „Wie viele in der Mitte der Gesellschaft habe ich angefangen, die Luft anzuhalten wegen der vielen schockierenden Nachrichten. Wir haben es nicht geschafft, uns mit einer klaren Stimme zu positionieren. Da habe ich gemerkt, das ist genau dieses Luftanhalten der deutschen Mitte, bis es vorbei ist. Deshalb habe ich mich mit meiner Frau zurückgezogen und wir haben überlegt, was denn unsere Stimme ist. Wie wollen wir reden, wenn wir wiederkommen? Dann sind wir weg aus Deutschland, haben lange überlegt und sind jetzt wieder da. Das war eine von vielen Aktionen, die man am Sonntag erlebt hat“, sagt er.

Stehfest will sich gegen Rassismus positionieren

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Seine Kernbotschaft: “Man muss sich gegen Rassismus und Diskriminierung jeglicher Art positionieren und seine Stimme erheben. Eine vergiftete Gesellschaft muss man auf Entgiftung schicken. Dafür braucht sie aber Zeit und Raum.“ Für sich habe er bereits eine Lösung gefunden: “Ich nehme mich Einzelschicksalen an, die ich mit in den Heilungsprozess nehme. Man glaubt gar nicht, wie tiefgreifend bereits für eine Person so ein Heilungsprozess ist.“

Der Hauptdarsteller des Films “9 Tage wach”, Jannik Schümann, hat von dem Eklat auf dem roten Teppich nichts mitbekommen: “Ich war nicht eingeweiht, aber ich war auch nicht im Raum, als Eric die Rede gehalten hat“, sagt er zum RND. “Deswegen habe ich nicht so wirklich gehört, was er gesagt hat, aber es ging im Groben darum, dass man seine Stimme erheben soll und sich nicht versteckt in den heutigen Zeiten. Das ist natürlich die absolut richtige Message.“

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