Erfurt: Olli Schulz sagt Konzert auf Zoo-Gelände aus Tierschutzgründen kurzfristig ab

Olli Schulz sagte seinen Auftritt in Erfurt spontan ab. (Archivbild)

Olli Schulz sagte seinen Auftritt in Erfurt spontan ab. (Archivbild)

Die Sehnsucht nach Live-Musik ist nach vielen Monaten im Corona-Lockdown groß. Doch läuft bei der Wiederaufnahme des Konzertbetriebs nicht überall alles glatt. Am vergangenen Sonntag hätte Olli Schulz einen Gig in Erfurt spielen sollen. Doch nur wenige Stunden vor Beginn der Veranstaltung sagten der Musiker und seine Band ihren Auftritt ab. In einem kurzen Video-Statement in seiner Instagram-Story erläuterte Schulz, was ihn zu dem Schritt bewog.

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„Das Gelände befindet sich auf einem Zoo“, erklärte der 47-Jährige: „Keine 500 Meter entfernt von unserer großen Bühne und der fetten PA sind Tiere, und für Tiere bedeuten dieser Lärmpegel und diese Frequenzen, Höhen, alles großen Stress.“ Da er sich privat für Tierorganisationen einsetze, könne er diesen Auftritt nicht mit seinem Gewissen vereinbaren. Das Konzert werde aber nachgeholt, versicherte Schulz.

Olli Schulz: Absage habe nichts mit Pandemiebekämpfung zu tun

Hingegen habe seine Absage nichts mit den Auflagen zur Pandemiebekämpfung zu tun. Olli Schulz: „Wir haben sehr, sehr gute Konzerte für Leute gespielt, die in Strandkörben und Strandliegen saßen.“

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Damit spielt der Sänger und Songwriter offenbar auf einen Konzertabbruch an, mit dem Helge Schneider übers Wochenende Schlagzeilen gemacht hatte. Schneider hatte am Samstag bei einem Strandkorb-Konzert in Augsburg mit den Worten „Das System ist einfach fadenscheinig und dumm“ vorzeitig die Bühne verlassen. Grund waren hier nicht benachbarte Tiere, sondern die auch dem Infektionsschutz geschuldeten Bedingungen des Auftritts.

Anspielung auf Helge Schneiders Konzertabbruch

Er habe sich gestört gefühlt, teilte Schneider in einem nachträglichen Video auf Twitter mit: Immer wieder seien Gastro-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter zwischen den Strandkörben hindurch gelaufen. Dass diese die im Vorfeld bestellten Getränke und Snacks ans Publikum verteilt haben, hätte er erst im Nachhinein erfahren.

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Der Konzertveranstalter erklärte inzwischen, das Konzept sei allen Künstler im Vorfeld bekannt. Man erwäge nun rechtliche Schritte gegen Helge Scheider.

RND/Teleschau

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