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Ehrlich Brothers über verstorbenen Siegfried: „Wenn das Licht aus war, war er unglücklich“

  • Nach dem Tod von Roy Horn vor acht Monaten ist nun auch sein Magierpartner Siegfried Fischbacher gestorben.
  • Das Zaubererduo Ehrlich Brothers hat die beiden 2014 zuletzt getroffen.
  • Sie sprechen über Siegfrieds und Roys Leben in Las Vegas und Geheimnisse, die die beiden mit ins Grab nehmen.
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Der Magier Siegfried Fischbacher ist mit 81 Jahren seinem Krebsleiden erlegen – nur acht Monate, nachdem sein Showpartner Roy Horn verstorben war. Viele Prominente trauern um das bekannte Zaubererduo, darunter auch die Ehrlich Brothers aus Deutschland, die eine große Leidenschaft mit den beiden verbindet: die für die Magie.

In einem RTL-Interview mit Frauke Ludowig spricht Chris Ehrlich über das letzte persönliche Treffen mit Siegfried und Roy im Jahr 2014 und den Einfluss des Duos auf ihn und seinen Bruder. „Wir sind mit Siegfried und Roy aufgewachsen“, sagt er. Als sein größerer Bruder Andreas mit acht Jahren seinen ersten Zauberkasten bekommen habe, hätten Siegfried und Roy gerade ihre Hochzeit gehabt, „die Superlativzeit in Las Vegas“. „Von daher waren sie für uns immer Inspiration und sind auch bis heute Inspiration“, sagt Chris Ehrlich.

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Siegfried (Mi.) und Roy 1987 in „Mensch Meier“ in der ARD.  @ Quelle: imago images/teutopress
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Tricks und Illusionen der Ehrlich Brothers von Siegfried und Roy beeinflusst

Auch ihre Tricks und Illusionen seien von Siegfried und Roy beeinflusst worden: „Wenn wir einen Monstertruck erscheinen lassen oder uns mit einer riesigen Säge durchtrennen, dann wird jeder, der Siegfried und Roy kennt, auch diese Prise Siegfried und Roy darin erkennen.“ Er hält aber trotzdem nichts davon, die Shows des legendären, nun verstorbenen Duos zu imitieren: „Dieselbe Show auf die Beine stellen würde überhaupt keinen Sinn machen. Man kann Siegfried und Roy und auch keinen anderen großen Künstler kopieren, indem man ihn nachmacht. Es geht in der Magie, wie in vielen Kunstformen, um Originalität“, meint Chris Ehrlich zu RTL.

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So sei es auch bei ihrem letzten Treffen 2014 nicht um Trickgeheimnisse gegangen. „Ich glaube, Siegfried und Roy war klar, wie wir einen Monstertruck erscheinen lassen, und unter Magiern ist auch klar, wie ein Elefant in ihrer Show erschienen ist. Die große Errungenschaft ist immer die Originalität“, so der Zauberer weiter. „Wenn man sich sehr viel mit Zauberei beschäftigt, ist es nicht das größte Hexenwerk herauszubekommen, wie unbedingt ein Trick funktioniert. Die viel größere Kunst ist es, eine Welt zu schaffen, die einmalig und originell ist.“ Er glaube, dass Siegfried und Roy viele Geheimnisse mit ins Grab nehmen – „aber fast die wenigsten bezogen auf Trickgeheimnisse“.

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Schattenseiten der Karriere von Siegfried und Roy

Dann spricht Chris Ehrlich gegenüber RTL aber auch über die Schattenseiten einer solchen Karriere: „Siegfried und Roy hatten ein Leben, was so krass war, jahrzehntelang ohne wirklich Pause, sieben Tage die Woche, mehrfach am Tag, auf der Bühne zu stehen. Ich wollte dieses Leben nicht tauschen.“ Deshalb sei es auch nicht das Ziel von ihm und seinem Bruder, eine dauerhafte Show in Las Vegas wie Siegfried und Roy damals zu haben. Darüber hätten sie sich auch mit den beiden ausgetauscht bei dem Treffen im Jahr 2014. „Da haben wir einen durchaus gebrechlichen Siegfried erlebt, der uns gesagt hat, wenn das Showlicht aus war, war er durchaus ein anderer Mensch, der längst nicht immer glücklich war. Er hat es noch krasser formuliert: Wenn das Licht aus war, war er unglücklich. Er sprach auch von depressiven Phasen.“ Das habe ihm und seinem Bruder gezeigt, „dass es nicht nur um das kleine Zeitfenster geht, wenn das Licht an ist, sondern um das viele Leben, das parallel stattfindet“.

RND/hsc

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