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Sängerin Edith Stehfest betäubt und missbraucht: Täter untergetaucht

  • Als 17-Jährige wurde Edith Stehfest, Ehefrau von „GZSZ“-Schauspieler Eric Stehfest, von ihrem damaligen Drogendealer missbraucht.
  • Der geständige Mann wurde verurteilt, legte gegen das Strafmaß allerdings Berufung ein.
  • Doch beim Gerichtstermin vor einer Woche fehlte er unentschuldigt – offenbar weiß niemand, wo sich der 36-Jährige derzeit aufhält.
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Im Berufungsprozess gegen ihren bereits verurteilten Vergewaltiger wollte sie als Nebenklägerin dabei sein, um mit der traumatischen Erfahrung abschließen zu können. Doch diese Möglichkeit ist Sängerin Edith Stehfest, Ehefrau von Ex-„GZSZ“-Star Eric Stehfest, bisher verwehrt geblieben. Wie die „Leipziger Volkszeitung“ (LVZ) berichtet, ist der Angeklagte dem Auftakttermin vor einer Woche unentschuldigt ferngeblieben. Wie die „LVZ“ weiter schreibt, wisse das Gericht nicht, wo sich der 36-Jährige derzeit aufhält. Auch ein Haftbefehl soll eine Woche später noch nicht vorliegen.

Der Angeklagte hatte die Tatvorwürfe im Dezember 2020 bereits gestanden: „Ich weiß nicht, wie es dazu kommen konnte, ich schäme mich abgrundtief“, sagte er bei dem Prozess, in dem er wegen Vergewaltigung und gefährlicher Körperverletzung zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren und vier Monaten verurteilt worden war. Der Mann soll im November 2012 in seiner Leipziger Wohnung der damals 17-jährigen Edith Stehfest in voller Absicht eine höhere Dosis GBL („Liquid Ecstasy“) verabreicht haben, damit sie von den K.-o.-Tropfen bewusstlos wird. Im Anschluss missbrauchte er nach Überzeugung des Gerichts fast eine Stunde lang das wehrlose Mädchen.

Aufenthaltsort des Angeklagten ist Gericht nicht bekannt

Erst Jahre später erfuhr die bis dato ahnungslose Edith Stehfest, was ihr angetan worden war. „Vor zwei Jahren, im Herbst 2018, klingelte mein Telefon, und das LKA war dran. Sie haben mich aufs Revier gebeten und gesagt, dass ich ein Opfer identifizieren soll im Fall eines Missbrauchs. Ich bin dann einfach hingeradelt und dachte, es geht um jemand ganz anderen, weil ich nicht ahnen konnte, dass ich das Opfer bin, das ich dort identifizieren werde“, berichtete die heute 26-Jährige in einem RTL-Interview.

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Freiheitsstrafe von drei Jahren und acht Monaten

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Wie das Verfahren gegen den verurteilten Peiniger der Sängerin nun weitergeht, ist derzeit unklar. Wie die „LVZ“ berichtet, forderte die Anklagebehörde in der ersten Instanz eine Freiheitsstrafe von drei Jahren und acht Monaten. Da der Angeklagte zum Auftakt des Berufungsprozesses am 18. Oktober unentschuldigt fehlte, verwarf das Landgericht dessen Berufung und setzte die Hauptverhandlung aus. Er könnte nun dagegen Revision einlegen oder eine Wiedereinsetzung in den vorherigen Stand beantragen – die Frist dafür läuft eine Woche nach Zustellung des Urteils ab.

Der Aufenthaltsort des Angeklagten sei dem Gericht noch immer nicht bekannt, heißt es. Auch ein Haftbefehl wurde bisher nicht beantragt, so Oberstaatsanwalt Ricardo Schulz auf Nachfrage der „LVZ“. Dies kann sich allerdings schnell ändern – wenn das Urteil gegen den 36-Jährigen rechtskräftig wäre und er bis dahin noch immer nicht aufgetaucht ist.

RND/liz

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