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Eddie Murphy: „Humor zu haben ist das Ein und Alles im Leben“

  • Als „Prinz aus Zamunda“ will Eddie Murphy (59) demnächst wieder in einer seiner Kultrollen begeistern.
  • Im RND-Interview spricht der Hollywoodstar über die Dreharbeiten auf dem Grundstück eines Rappers, seinen anstehenden 60. Geburtstag im Lockdown und die Bedeutung von Humor.
  • „Humor zu haben ist das Ein und Alles im Leben“, sagt Murphy.
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Los Angeles. In „Der Prinz aus Zamunda 2“ (ab 5. März bei Amazon Prime) ist Eddie Murphy in der Fortsetzung seiner Hitkomödie aus dem Jahr 1988 zu sehen, und demnächst feiert eine weitere Kultfigur ihr Comeback: Im vierten Teil der „Beverly Hills Cop“-Reihe schlüpft der 59-Jährige erneut in die Rolle des schlagfertigen Polizisten Axel Foley. Im RND-Interview spricht Murphy über die Schauspielambitionen seiner Kinder, Rassismus und Humor in der Corona-Pandemie.

Gibt es schon ein Drehbuch den neuen „Beverly Hills Cop“-Film?

Es gibt Teile eines Drehbuchs. Wir sind volle Fahrt voraus, zumal auch der Originalproduzent Jerry Bruckheimer wieder mit an Bord ist. Auf jeden Fall steht Axel Foley bereit!

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Ihre Neuauflage von „Der Prinz von Zamunda“ spielt hauptsächlich in Prinz Akeems fiktivem Königreich. Wo genau in Afrika haben Sie das eigentlich gedreht?

(lacht) Nix mit Afrika. Ich bin noch nie da gewesen. Gedreht haben wir auf dem Grundstück des Rappers Rick Ross. Der besitzt 100 Hektar und wir konnten seine Villa in ein Schloss und seinen Garten in eine afrikanische Landschaft umwandeln. Die Elefanten und Löwen haben wir dann einfach im Großhandel gekauft. (grinst)

Sehr witzig!

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Ehrlicherweise wäre das Anwesen groß genug, um Wildtiere frei rumrennen zu lassen. Aber unsere Tiere kommen alle aus dem Computer.

Wie sehr hat sich Ihr Leben verändert, seitdem Sie das letzte Mal Prinz Akeem gespielt haben?

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Verdammt viel. Als wir das Original gedreht haben, war ich 27 und hatte noch keine Kinder. Jetzt bin ich 59 und habe zehn Kinder. Ich bin schon lange nicht mehr derselbe, der ich damals war!

Wollten Sie schon immer Kinder haben?

Ich weiß nicht, ob ich schon immer welche wollte. Aber ich wusste immer, dass ich welche haben würde. Nur dass es mal zehn werden würden, hätte ich nie geglaubt.

Wie sehr hat Vaterschaft Sie verändert?

Es beeinflusst jede Entscheidung, die du triffst. Als Vater bin ich viel emotionaler geworden. Heute kommen mir bei so vielen Dinge die Tränen, die mich früher gar nicht tangiert hätten.

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Ihre beiden jüngsten Kinder sind vier und zwei. Eigentlich müssten Sie ja inzwischen ein Meister des Windelwechsels sein.

Ich wechsle keine Windeln. Ich mache alles, nur das nicht. Weil meine Kids was Besseres verdient haben! (lacht)

Kommt man eigentlich mit Humor besser durch ein Pandemiejahr?

Humor zu haben ist das Ein und Alles im Leben! Ich verliere meinen Witz nicht, nur weil keine Kamera läuft. Was den Lockdown anbelangt – ich hatte nie ein Problem mit Abstandhalten und Maske. Das kommt mir ja zugute. (lacht)

Am 3. April werden Sie 60. Hoffen Sie, dass es bis dahin möglich ist, eine große Party zu feiern?

Ich gehe davon aus, dass es dieselbe Art der Feier wird wie letztes Jahr.

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Und zwar?

Wir waren da auch schon im Lockdown und haben im engen Familienkreis gefeiert. Genauso wird es in diesem April dann auch ablaufen.

Wenn Sie auf Ihr Leben zurückblicken, auf was sind Sie am meisten stolz?

Meine Familie, meine Kinder. Alle meine Kinder sind gute Menschen und sehr klug obendrein. Das ist meine größte Errungenschaft, mein Nachlass.

Ihre 18-jährige Tochter Bella gibt in „Prinz von Zamunda 2″ ihr Schauspieldebüt. Wie viele Ihrer Kinder haben Ihr Talent geerbt?

Einige. Drei meiner Töchter und drei meiner Söhne haben Interesse an der Schauspielerei. Alle Kids sind künstlerisch begabt.

Sie scheinen kaum zu altern. Liegt das an der Ernährung?

Nein, das hat nichts mit Essen zu tun, sondern mit meinen guten Genen. Und dass ich Komiker bin. Wir altern nämlich langsamer als andere, weil wir so viel lachen. Ich lache mindestens zweimal die Woche Tränen. Das muss es einfach sein. Ich kenne nämlich Leute in meinem Alter, denen der Humor fehlt. Die sehen um einiges älter aus als ich!

Spätestens seit dem Tod von George Floyd und den Black-Lives-Matter-Demonstrationen in Amerika ist das Thema Rassismus allgegenwärtig. Was sind Ihre eigenen Erfahrungen damit?

Das letzte Mal, dass mir jemand rassistische Dinge an den Kopf geworfen hat, liegt schon lange zurück. Damals war ich noch ein Teenager. Beruflich habe ich nie mit Rassismus Probleme gehabt. Ich drehe seit 40 Jahren Filme und noch nie wurde mir eine Tür zuschlagen, nur weil ich schwarz bin. Allerdings kenne ich keinen Afroamerikaner, der in seinem Leben noch keinen Rassismus gegen sich erfahren hat.

Was ist der größte Unterschied zwischen Ihrem privaten Ich und dem Eddie Murphy, den wir von der Leinwand kennen?

Alle meine Filmfiguren sind extrovertiert. Im wahren Leben bin ich ein sehr introvertierter Mensch.

Wie würden Sie sich noch beschreiben?

Als ein optimistischer Mensch mit großem Selbstvertrauen. Man muss sich selbst lieben, dann ist man auch nicht selbstzerstörerisch. Und ich liebe mich selbst!

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