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“DSDS”-Finalist Joshua: “Es ist nicht so, dass die Pest ausgebrochen ist”

  • Am Samstag findet die zweite "Deutschland sucht den Superstar"-Liveshow statt.
  • Die sechs Finalisten bereiten sich – abgeschnitten von der Außenwelt – in einer Villa in Köln auf ihren Auftritt vor.
  • Im RND-Interview spricht Joshua Tappe über sein derzeitiges Leben in Isolation.
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Köln. Ihr probt gerade alle für die zweite Liveshow. Wie sehr beschäftigt ihr euch da mit dem Thema Corona?

Natürlich ist das immer wieder ein Thema. Auch von den Fans, die einem online schreiben. Wenn man auf Facebook oder Instagram unterwegs ist, liest man nur noch über dieses eine Thema. Ich versuche mich im Moment aber ein bisschen davon zu isolieren. Wir sind ja in unserer “DSDS”-Kandidatenvilla, gehen nicht raus und haben auch keinen Kontakt zu anderen. Wir haben einen kleinen Wald, in dem wir spazieren gehen können, und haben gute Vorkehrungen getroffen, dass wir uns da keine großen Gedanken machen müssen.

Fast alle Musiker haben ihre Auftritte für die nächsten Wochen abgesagt. Wie kann man sich in solchen Zeiten motivieren zu proben?

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Es ist gerade eine Phase, die für die ganze Welt blöd ist. Aber auch diese Zeit wird wieder vorübergehen. Ich glaube auch, dass der Staat und die Politiker die richtigen Maßnahmen ergreifen, die nötig sind. Ich hoffe, dass es bald wieder möglich sein wird, als Künstler vor Menschenmassen zu performen. Das ist natürlich unser Traum.

Am Samstag findet “DSDS” komplett ohne Zuschauer statt.

Ich habe mitgekriegt, dass James Blunt letzte Woche ein Konzert vor leeren Rängen gegeben hat, und der hat sich trotzdem den Arsch abgespielt. Aber das macht einen Künstler auch aus. Es ist schade für unsere Liveshows, dass wir die jetzt erst mal ohne Publikum machen werden. Das Ziel für alle Kandidaten waren immer die Liveshows, weil dieses Feeling unbeschreiblich sein muss. Jetzt sind keine Leute da, aber wir können froh sein, dass die Shows überhaupt stattfinden.

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“DSDS”-Finalist Joshua: “Versucht wirklich, jeden Tag zu genießen!”

Sie gehen sehr offen mit Ihrer Krebserkrankung um. Ihr Lebensmotto lautet: “Man muss jeden Tag leben.” Was steckt dahinter?

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Oft muss einem erst mal was passieren, bis einem bewusst wird, wie lebenswert das Leben ist. Das versuche ich ein bisschen den Leuten zu vermitteln. Versucht wirklich, jeden Tag zu genießen, das Beste draus zu machen, nicht schlecht gelaunt durch die Gegend zu laufen oder sich mit irgendwem zu streiten. Es kann jeden Tag irgendwas Blödes kommen und dann bereut man das vielleicht. Ganz wichtig ist, dass man positiv in die Zukunft blickt. Es ist eine ernste Lage, aber es ist auch nicht so, dass die Pest ausgebrochen ist. Ich glaube, dass man die Verbreitung ganz gut in den Griff bekommt, aber das sollte man den Experten überlassen, weil die schon die richtigen Entscheidungen fällen werden.

Wie halten Sie gerade den Kontakt zu Ihrer Familie?

Ich telefoniere jeden Abend per FaceTime mit meiner Freundin. Normalerweise schlafen wir zusammen ein. Aber jetzt sprechen wir jeden Abend. Ich erzähle ihr ein bisschen, was wir den ganzen Tag so machen, wie es mir geht. Wir durften ja schon nach der letzten Liveshow keinen Kontakt mehr haben. Wir durften uns nicht küssen oder umarmen, das fällt schon schwer. Mit meiner Mutter schreibe ich mir auch jeden Tag, und wir telefonieren regelmäßig. In so einer Phase ist es für einen Künstler ganz besonders wichtig, wenn man schon so isoliert ist, unterstützt zu werden. In so einer Drucksituation fehlen einem natürlich die Leute, mit denen man immer redet und die einem den nötigen Mut geben und sagen: “Du schaffst das. Mach dir nicht so einen Kopf.” Aber der Zeitraum ist absehbar, nach dem man dann wieder nach Hause kann. Mein Ziel ist es, bei “DSDS” so weit wie möglich zu kommen. Deshalb habe ich meinen Lieben gesagt: “Stellt euch darauf ein, ihr müsst noch zwei, drei Wochen auf mich warten.” (lacht)

“Staat, Sex, Amen”
Der neue Gesellschaftspodcast mit Imre Grimm und Kristian Teetz
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