Dieter Nuhr wehrt sich gegen Zeitungsbericht

  • Am Wochenende hatte ein Auftritt von Kabarettist Dieter Nuhr für Aufregung gesorgt.
  • Ein Bericht der “Kieler Nachrichten” hatte für großen Wirbel gesorgt.
  • Nun hat Nuhr reagiert.
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Am Wochenende sorgte ein Bericht der „Kieler Nachrichten“ über den Auftritt von Dieter Nuhr in Kiel für Wirbel. Dort hieß es, der scharfzüngige Kabarettist habe – wie schon bei anderen Auftritten zuvor – satirische Äußerungen über Klimaaktivistin Greta Thunberg gemacht. Die Zeitung hatte geschrieben, Nuhr habe mit einer Analogie zwischen Gretas Radikalität und den Folgen der Ideologie Hitlers oder Stalins provoziert. Dies hat bundesweit für Aufregung gesorgt, auch in den sozialen Netzwerken war die Aufregung groß.

Das RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND), zu dem die „Kieler Nachrichten“ gehören, hat ebenfalls darüber berichtet und die Beobachtungen des Rezensenten übernommen. Auf seiner Facebook-Seite hat Dieter Nuhr nun den „Kieler Nachrichten“ vorgeworfen, „gezielte Falschinformationen“ zu verbreiten. Anders als von KN-Online und dem RND berichtet, habe er Greta „nicht mit der Ideologie Hitlers oder Stalins in Verbindung gebracht“, schreibt Nuhr.

Missverständliche Formulierungen

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Die Chefredaktion der „Kieler Nachrichten“ (KN) hat nun eingeräumt, dass es einige missverständliche Formulierungen in der Rezension gegeben habe. So seien Äußerungen Nuhrs über den Klimawandel in dem Text unglücklich wiedergegeben worden. „Wir bedauern dies sehr und entschuldigen uns an dieser Stelle bei Dieter Nuhr“, sagt KN-Chefredakteur Christian Longardt. Die Chefredaktion habe sich daher entschieden, die Rezension auf KN-Online zu löschen. Das RND schließt sich dieser Entscheidung an und bittet Dieter Nuhr und die Leser um Entschuldigung.

In sozialen Netzwerken wird vereinzelt behauptet, die Wörter Hitler und Stalin seien in Kiel gar nicht gefallen. Laut „Kieler Nachrichten“ hat der Rezensent auf Nachfrage erklärt, Nuhr habe am Ende seines Auftritts einen Bogen geschlagen von der ideologischen Radikalität der Forderungen der Klimaaktivisten, so sie denn konsequent umgesetzt würden, zu den verheerenden Folgen der Diktaturen von Hitler und Stalin. Kommende Generationen könnten in der historischen Rückschau einen solchen Vergleich ziehen, habe Nuhr sinngemäß erklärt.

RND

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