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Die grünen Prinzen: Wie William und Harry für Tiere und Naturschutz kämpfen

  • Die britischen Prinzen William und Harry gehören in Großbritannien zu den prominentesten Stimmen in Sachen Umweltschutz.
  • Sie treten damit in die Fußstapfen ihres Vaters, der bereits vor Jahrzehnten flammende Reden für die Rettung des Planeten hielt.
  • „Ich denke, es ist meine Pflicht und unsere kollektive Verantwortung, unseren Planeten für unsere Kinder in einer stärkeren Verfassung zu hinterlassen“, sagt Prinz William.
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Prinz William ist den Tränen nahe, als er die Reihen des Lagerhauses abschreitet. In den Regalen stapeln sich Massen an Stoßzähnen, mehr als 43.000 lägen hier, erklärt ihm einer der Verantwortlichen. „Wenn man versucht, sich vorzustellen, wie viele Elefanten mit diesen Stoßzähnen verbunden waren, wird es furchterregend“, sagt der Herzog von Cambridge sichtlich bewegt.

Es handelte sich um eine Halle in Tansania, die der britische Thronfolger bei einer seiner Reisen auf den afrikanischen Kontinent besuchte. Seit Jahren schon engagiert sich der Royal im Kampf gegen organisierte Wilderei. Gerade erst wurde die Dokumentation „A Planet for Us All“ ausgestrahlt, für die sich der 38-Jährige zwei Jahre lang bei Terminen und Reisen begleiten ließ. Das ist so selten für ein Mitglied des Königshauses, dass es zeigt, wie sehr die Sache ihm am Herzen liegt.

Der Schirmherr mehrerer Naturschutzorganisationen will ein Bewusstsein schaffen. Seine Hoffnung, so sagt er in dem Film, sei es, dass er junge Menschen und lokale Gemeinschaften auf der ganzen Welt inspirieren könne, eine positivere Beziehung zur Natur aufzubauen. „Ich denke, es ist meine Pflicht und unsere kollektive Verantwortung, unseren Planeten für unsere Kinder in einer stärkeren Verfassung zu hinterlassen.“

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Die Umwelt gilt als größte Sorge von Prinz Charles

Es wird gezeigt, wie er in Tansania Nashörner mit Karotten füttert. In Pakistan erklärt ein Forscher vor atemberaubender Gletscherkulisse Prinz William und seiner Frau, Herzogin Catherine, was der Klimawandel mit der Natur hier macht. Im heimischen England unterhält sich der Prinz mit Kindern über die Bedeutung der Bienen für das Ökosystem. Gerade erst hat er außerdem den hochdotierten „Earthshot“-Preis ins Leben gerufen, um Lösungen für Umweltprobleme zu finden. Laut Kensington-Palast handelt es sich um den „prestigeträchtigsten Umweltpreis in der Geschichte“. Ist William der neue grüne Prinz im britischen Königshaus?

Zumindest tritt er in die Fußstapfen seines Vaters. Prinz Charles lässt sich bereits seit Jahrzehnten gerne in Gummistiefeln und inmitten der Natur ablichten. Die Umwelt gilt als größte Sorge des 71 Jahre alten Thronfolgers. Naturschützer konnte er sich schon nennen, als das Thema Klimawandel noch ein Schattendasein fristete. So hielt der Royal bereits im Jahr 1970 eine flammende Rede gegen Plastikverschmutzung und für die Rettung des Planeten. Charles als Visionär, der mit seinen Kindern früher im Urlaub herumliegenden Müll aufsammelte und ihnen die Obsession vererbte, stets das Licht auszuschalten. „Er würde gerne die Welt retten“, fasste seine Frau, Herzogin Camilla, die Motivation des umtriebigen Royals und leidenschaftlichen Kritikers moderner Architektur in Städten, einmal zusammen.

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„Man möchte der nächsten Generation die Tierwelt in einem viel besseren Zustand übergeben“

Hinzu kommt, dass Charles jahrelang selbst einen Bauernhof besaß, der ökologisch nachhaltig betrieben wurde und damit versuchte, auch andere davon zu überzeugen, auf eine naturgerechte und umweltschonende Landwirtschaft umzustellen. Das brachte dem Thronfolger zwar Spott in der Presse ein – so wurde er beispielsweise gerne als mit Pflanzen und Bäumen sprechender Royal verhöhnt. Bei seinen Söhnen aber machte er mit seinem Engagement gehörigen Eindruck. Denn neben William setzt sich auch sein Bruder Prinz Harry seit Langem für die Natur ein. Er hat etwa eine Initiative gegründet, die umweltfreundlicheres Reisen ermöglichen und „Orte bewahren, das Gedeihen lokaler Gemeinschaften gewährleisten und Wildtiere und die Umwelt durch verantwortungsbewusste Praktiken schützen“ soll.

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Neben Dokumentarfilmer Sir David Attenborough sind die Royals auf der Insel mittlerweile die prominentesten Stimmen bei dem Thema. Durch seine Vaterrolle habe sich Williams Perspektive nach eigenen Angaben noch einmal verändert. „Jetzt habe ich George, Charlotte und Louis in meinem Leben – die Einstellung ändert sich. Man möchte der nächsten Generation die Tierwelt in einem viel besseren Zustand übergeben“, sagt er. „Mein Vater ist seiner Zeit weit voraus. Und ich möchte wirklich sicherstellen, dass George sich in 20 Jahren nicht umdreht und sagt: ‚Bist du deiner Zeit voraus?‘ Denn wenn er es tut, sind wir zu spät.“

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