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Diana-Statue enthüllt: Harry und William Seite an Seite trotz Brüderzwist

  • Eine Statue im Garten des Kensington-Palasts soll Prinzessin Diana gedenken.
  • Kurzfristig wird die Enthüllung von der großen Live-Veranstaltung zum „privaten Event“.
  • Auch wenn Harry und William hier Seite an Seite auftreten, wird vermutet: Die Streitereien der Brüder waren ein Grund dafür.
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London. Seite an Seite präsentieren sich Prinz William und Prinz Harry in diesem intimen Moment, setzen ein Lächeln auf, und enthüllen dann ohne Fanfaren oder Tamtam das neue Denkmal zu Ehren ihrer Mutter, Prinzessin Diana. Die Bronzestatue im Sunken Garden des Kensington-Palasts überragt die beiden Brüder, die einige Sekunden andächtig vor dem freigelegten Kunstwerk stehen.

Es zeigt Lady Di umgeben von drei Kindern, um „die Universalität und den generationenübergreifenden Einfluss“ ihrer Arbeit darzustellen. Es ist zudem ein Hinweis auf „ihre Rolle als Botschafterin für humanitäre Zwecke“, wie es hieß. Die Kleidung, Bluse, Rock sowie breiter Gürtel, und ihre Frisur spiegeln laut Berichten ihren letzten Lebensabschnitt wider – also jene Zeit nach der Scheidung von Prinz Charles und dem Bruch mit dem Königshaus. Im Anschluss an die Enthüllung gaben der Herzog von Cambridge und der Herzog von Sussex ein gemeinsames Statement ab: „Jeden Tag wünschen wir uns, sie wäre noch bei uns, und unsere Hoffnung ist, dass diese Statue für immer als Symbol für ihr Leben und ihr Erbe dient.“

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Diana-Denkmal vor vielen Jahren in Auftrag gegeben

Die beiden hatten vor vier Jahren das Denkmal bei dem britischen Künstler Ian Rank-Broadley in Auftrag gegeben. „Heute, an dem Tag, an dem unsere Mutter 60 Jahre alt geworden wäre, erinnern wir uns an ihre Liebe, ihre Stärke und ihren Charakter“, hieß es weiter, „Qualitäten, die sie zu einer Kraft für das Gute auf der ganzen Welt machten und unzählige Leben zum Besseren veränderten.“

Zu Ehren ihrer Mutter gab es einen „Waffenstillstand“, wie die Presse meinte, wenigstens für einen kurzen Moment. Es sollte um Diana gehen. Doch natürlich hing über dem Tag die dunkle Wolke des Brüderzwists. Würden die Prinzen ihre Streitereien beiseitelegen und sich wieder versöhnen anlässlich der besonderen Zeremonie? Es war die große Frage, die durch die Medien geisterte.

Eine erste Annäherung zwischen den Brüdern?

Doch Insider spielten die Idee herunter, dass plötzlich wieder Frieden herrschen könnte. „Wir werden sehen, dass sie sich professionell verhalten und sonst nichts“, sagte Omid Scobie, Autor der inoffiziellen Biografie der Sussexes. Als Schritt in die richtige Richtung werteten Beobachter die Annäherung trotzdem – „und sei es nur für heute, um ihre Mutter zu ehren“, so ein Insider. „Wiedervereinte Brüder“, jubelte die „Daily Mail“, als erste Bilder von dem Event öffentlich wurden.

Was eigentlich als große Veranstaltung zu Ehren der Prinzessin gedacht war, wurde kurzfristig zum „privaten Event“ erklärt. Medienberichten zufolge lag das sowohl an den Streitereien zwischen den beiden Prinzen als auch an „Harrys Entschlossenheit, die Berichterstattung zu kontrollieren“. Und so verfolgte die Öffentlichkeit nicht live die Enthüllung, sondern sah lediglich aufgezeichnete Aufnahmen von der Zeremonie.

100 von Dianas Lieblingsblumen Vergissmeinnicht

Mehr als 4000 Blumen 50 verschiedener Arten wurden in dem neu gestalteten versunkenen Garten gepflanzt, darunter Hunderte weiße und pinke Tulpen, Rosen, Anemonen und genau 100 von Dianas Lieblingsblumen Vergissmeinnicht. Sie sollen der Statue ihre volle Wirkung verleihen, erklärte der Gartendesigner Pip Morrison. Man wollte sichergehen, einen „ruhigen Ort“ für die Besucher des Palasts zu schaffen. Rund um den Teich wirkt das Gras, als sei es mit dem Lineal auf Perfektion getrimmt. Es ist ein englischer Rasen wie aus dem Bilderbuch.

Der Ort hatte es Diana besonders angetan. Angestellte von damals berichten bis heute, wie die Prinzessin gerne durch die Anlage spazierte, mit den Gärtnern plauderte und die Flora bewunderte. Bis zuletzt lebte sie im Kensington-Palast.

Video
Prinzessin Diana: William und Harry enthüllen Statue ihrer Mutter
1:30 min
Prinz William und Prinz Harry haben in London eine Statue zum Andenken an ihre vor 24 Jahren gestorbene Mutter Diana enthüllt.  © Reuters

Seit 2017 arbeiteten die Brüder an dem Denkmalprojekt

Seit 2017 arbeiteten die sich damals noch nahestehenden Brüder gemeinsam an dem Denkmalprojekt. Es waren, wenn man so will, die guten Zeiten. Denn das Verhältnis ist heute ein völlig anderes nach all den royalen Dramen, die in Seifenopermanier die Welt unterhielten. Mittlerweile herrscht schlechte Stimmung, die Beziehung zwischen William und Harry gilt als völlig zerrüttet, nachdem der Herzog und die Herzogin von Sussex Anfang 2020 ihre Rollen als Royals in der ersten Reihe aufkündigten, nach Kalifornien auswanderten und seitdem immer wieder aus der Ferne gegen das Königshaus schießen, Tief- oder Höhepunkt, je nachdem, wen man fragt, war das Skandalinterview mit US-Talkerin Oprah Winfrey.

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Mangelnde Unterstützung trotz Suizidgedanken bei Meghan, vom Palast befeuerte Falschnachrichten, Gefühlskälte und gar Rassismus warfen die beiden der Verwandtschaft auf der Insel vor. Zum von Pessimisten orakelten Niedergang der Monarchie führten die Streitereien natürlich nicht. Vielmehr hat sich Herzogin Meghan auf der Insel zu so etwas wie einer Persona non grata entwickelt, zumindest beim Großteil der Medien und in royalen Fankreisen.

Hunderte Diana-Fans pilgern zum Palasttor

Hunderte Fans pilgerten an diesem Donnerstag zum Palasttor, an dem sie Fotos der Prinzessin, Fahnen und Luftballons aufhängten und davor Blumen ablegten. Die Welt, so hieß es auf einem großen Plakat, „hat jemanden Besonderen verloren“. Sie wurde als Mensch „mit einem Herzen aus purem Gold“ geehrt.

Am 31. August 1997 starb die zur „Königin der Herzen“ avancierte Prinzessin bei einem Autounfall in Paris. Ihr plötzlicher Tod stürzte nicht nur die Monarchie in eine Krise, sondern löste eine beispiellose Welle der Bestürzung aus. Das britische Volk in kollektiver Trauer stand kurz vor dem Nervenzusammenbruch und war irgendwie selbst überrascht über die Wogen der Gefühle, die aufwallten.

„Das Trauern wurde eine öffentliche Aktivität“

„Das Trauern wurde eine öffentliche Aktivität, ein Gruppenereignis und ein bisschen wetteifernd“, erinnerte sich ein Journalist vor Jahren an jene Tage. Unvergessen auch die Bilder vom Trauerzug durch London, bei dem der damals 15-jährige William und der kurz vor seinem 13. Geburtstag stehende Prinz Harry mit gesenktem Haupt hinter dem Sarg hergingen. Der frühe Tod der Mutter prägte die beiden, vor allem Harry kämpfte mit psychischen Problemen.

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