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„Der kleine Lord“: Ricky Schroder unterstützt Kenosha-Todesschützen

  • Kyle Rittenhouse soll auf einer Black-Lives-Matter-Demonstration zwei Menschen erschossen und einen weiteren verletzt haben.
  • Unterstützung erhält er von Schauspieler Ricky Schroder, der für die Kaution spendete und den 17-Jährigen verteidigt.
  • Trotz der Kritik an dem fragwürdigen Engagement hält die ARD an den Sendeterminen von „Der kleine Lord“ fest.
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Jedes Jahr gehört Ricky Schroder als „Der kleine Lord“ für Millionen Fans zum Weihnachtsfest dazu. Doch nun gibt es Kritik an dem inzwischen 50-Jährigen – nachdem er sich für den Jugendlichen Kyle Rittenhouse eingesetzt hat, der auf Teilnehmer der Black-Lives-Matter-Demonstration in Kenosha geschossen haben soll. Bei dem Angriff kamen zwei Demonstranten ums Leben. Videoaufnahmen zeigen die tödliche Attacke.

Der Schauspieler, der als Zehnjähriger in „Der kleine Lord“ weltberühmt geworden war, schrieb auf Twitter, dass er „Hunderttausende“ Dollar gespendet habe, damit die Kaution für Kyle Rittenhouse – immerhin 2 Millionen Dollar – zusammenkomme und der 17-Jährige bis zu einer Verurteilung auf freiem Fuß sein könne.

Zudem teilte er ein Bild, das ihn zusammen mit dem Teenager und dessen Mutter zeigt, und rief seine Fans zu Spenden für den jungen Mann auf. „Wenn die Fakten ans Licht kommen, schulden viele von euch diesem jungen Mann eine Entschuldigung“, schrieb er zu dem Foto.

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„Der kleine Lord“-Darsteller Ricky Schroder glaubt an Unschuld von Kenosha-Angreifer

Schroder schrieb dazu, dass Rittenhouse so lange als unschuldig gelte, bis seine Schuld bewiesen und er verurteilt sei. Der Schauspieler gab an, an die Unschuld von Rittenhouse zu glauben – dieser sei von den Demonstranten angegriffen worden und habe sich nur verteidigen wollen. Diese These gilt jedoch als fragwürdig, denn es ist längst bewiesen worden, dass Rittenhouse ein Gegner der Black-Lives-Matter-Demonstrationen ist und sich schon zuvor rassistisch geäußert hat.

Auf Twitter wird Schroder deshalb vorgeworfen, sich auf der Seite eines Rassisten zu positionieren – und auch alte Artikel, denen zufolge Schroder zweimal verhaftet wurde, weil er seine Frau geschlagen haben sollte, spielen eine Rolle.

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Allerdings erhielt Schroder auch Drohungen, wie er selbst publik machte. Unter dem Hashtag #fuckantifa schrieb er an seine „demokratischen Freunde“: „Das ist also das Land, in dem ihr leben wollt?“ Ein weiteres Bild zeigt ihn mit einem Gewehr in seinem Garten – offenbar inszeniert er damit eine mögliche Verteidigung gegen die Drohungen, die er Linksextremen zuordnet.

ARD reagiert auf Aussagen: „Der kleine Lord“ wird wie geplant ausgestrahlt

Die ARD strahlt den Kultfilm „Der kleine Lord“, in dem Schroder den neunjährigen Cedric spielt, der erfährt, dass er ein Lord ist, jeden Dezember mehrfach aus – auch in diesem Jahr sind mehrere Sendetermine angesetzt.

Der Sender gab bereits bekannt, den Film wegen Schroders Aussagen und seines Engagements nicht aus dem Programm zu nehmen. Schroder habe als Privatperson gehandelt, sagte Christoph Pellander, Redaktionsleiter von ARD Degeto, t-online. „‚Der kleine Lord‘ wird, wie geplant, im Weihnachtsprogramm des Ersten ausgestrahlt.“

RND/msk

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