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Hayali kritisiert fehlende Abgrenzung von Berlin-Demonstranten gegen Rechtsextreme

  • Die Journalistin Dunja Hayali, die immer wieder von Rechten angefeindet wird, kritisierte die Mitläufer der Corona-Demonstration vom Samstag.
  • Es verstöre, dass es ansonsten Anständigen offenbar völlig egal sei, mit wem sie mitlaufen würden, so die ZDF-Moderatorin.
  • Die Zeit zu schweigen, sei nun vorbei.
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Berlin. Die ZDF-Journalistin Dunja Hayali hat Gegnern der Corona-Politik bei den Protesten in Berlin fehlende Abgrenzung von rechtsextremen Demonstranten vorgehalten. "Was wirklich verstört, ist, dass es den Anständigen bei der Demo erneut völlig egal zu sein schien, mit wem sie da mitlaufen", schrieb sie am Sonntag auf Facebook. Dazu stellte sie ein Foto, das Plakate mit Bildern von ihr und dem Virologen Christian Drosten in Sträflingskleidung mit dem Schriftzug "schuldig" zeigt.

Dunja Hayali: “Die Zeit zu schweigen, wegzugucken, ist vorbei”

Auf diese Weise hätten sich die Demonstranten "zum ideologischen Parasiten des anderen gemacht". "Bemerken sie nicht, dass sie sich damit zu Trägern und sichtbaren Mitstreitern für Ideologien machen, die sie bei näherer Betrachtung gar nicht vertreten würden. Oder ist es Ihnen einfach egal?" Es sei ein Irrweg zu glauben, dass sich die Demokratie selbst beschütze. "Die Zeit zu schweigen, wegzugucken, ob im Arbeits-, Freundes-, Familienkreis oder sonst wo, ist vorbei. Wem das jetzt noch nicht klar geworden ist, der muss sich hinterher nicht wundern, wenn er in einem anderen Land aufwacht."

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Bei der Demonstration hatten nach Schätzungen der Polizei am Samstag annähernd 40.000 Menschen gegen die Corona-Politik demonstriert. Am Rande kam es vor allem vor der russischen Botschaft nahe dem Brandenburger Tor zu Angriffen auf Polizisten. Aus einer Menge von 3000 Menschen wurden Steine und Flaschen geworfen. Zudem überwand eine große Gruppe aggressiver Demonstranten Absperrgitter am Reichstagsgebäude und stürmte die Treppe hoch.

RND/dpa

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