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Daniel Donskoy über Antisemitismus: „Auch mir schlägt dieser Hass direkt ins Gesicht“

  • Schauspieler Daniel Donskoy setzt sich gegen Antisemitismus ein.
  • Am Freitag veröffentlichte der 31-Jährige ein Lied gegen Vorurteile.
  • „Die Atmosphäre in der Welt wird immer toxischer. Vor allem in der Welt der sozialen Medien“, sagt Donskoy.
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Berlin. In der neuen ZDFneo-Streamingserie „Schlafschafe“ kämpft er gegen Verschwörungstheoretiker, im wahren Leben setzt sich Schauspieler Daniel Donskoy gegen Antisemitismus ein. Der Gastgeber der WDR-Latenightshow „Freitagnacht Jews“ hat am Freitag ein Lied gegen Vorurteile veröffentlicht. Es heißt „Jude“. Eine zentrale Textzeile des Sprechgesangs zur orientalischen Bassline lautet: „Jude - einfach nur ein Wort, aber Antisemitismus ist in Deutschland Sport.“

Der 31-Jährige hat nach dem Debüt seiner WDR-Sendung eine Reihe übler judenfeindlicher Hetz-Zuschriften erhalten. „Seit meiner Arbeit an meiner ersten Late Night Talkshow #Freitagnachtjews schlägt auch mir dieser Hass direkt ins Gesicht“, schreibt Donskoy. Beispiele listet er im Erklärtext unter dem Youtube-Video des Liedes auf.

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„Die Atmosphäre in der Welt wird immer toxischer. Vor allem in der Welt der sozialen Medien“, so Donskoy. „Auch die Lage in Israel und Palästina führt dazu, dass immer mehr jüdische Menschen antisemitischer Hetze ausgesetzt sind.“ Er stelle sich gegen Hass und reagiere mit Kunst, statt mit Hetze, sagte der jüdische Künstler aus Berlin. „Der Release von ‚Jude‘ ist ein sehr emotionaler für mich - mein erster Track auf Deutsch. Denn es geht um Deutschland. Um ein respektvolles Miteinander.“

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Das Lied wurde bei allen gängigen Streamingdiensten veröffentlicht. Sämtliche Erträge aus den Downloads spendet Donskoy an die Initiative hassmelden.de. Dieses Online-Projekt hilft ehrenamtlich Menschen, Hass, der ihnen entgegenschlägt, anonym zur Anzeige zu bringen. hassmelden.de wird vom Bundesjustizministerium explizit empfohlen.

RND/dpa

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