Daniel Aminati: „Ich habe das Geld mit beiden Händen rausgeschmissen!“

  • Daniel Aminati moderiert ab Dienstag die neue Spielshow „Renn zur Million … wenn du kannst!“.
  • „Ich bin in ärmlichen Verhältnissen aufgewachsen“, sagt das Multitalent im RND.de-Interview.
  • Außerdem stand der Moderator bereits einmal kurz vor der Privatinsolvenz.
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München. Seit zehn Jahren moderiert Daniel Aminati "Taff". Nun hat der Moderator eine neue Spielshow bei Pro7 - "Renn zur Million...wenn du kannst". Im RND-Interview spricht er über sein Verhältnis zu Geld, seine Kindheit und seine Teilnahme bei "Masked Singer".

Wie beurteilen Sie rückblickend Ihre Zeit als Kudu bei „The Masked Singer“?

Als Entertainer musste ich wirklich an meine Grenzen gehen. Das Kudukostüm war schwer, darunter war es heiß und ich habe nicht so richtig Luft bekommen. Aber es hat so viel Spaß gemacht, und ich kenne mich: Egal, ob es beim Promiboxen, beim Turmspringen, bei meinem Fitnessprogramm oder bei „The Masked Singer“ ist, ich gebe immer mein Bestes.

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Während Sie bei „The Masked Singer“ auf der Bühne standen, haben Sie parallel auch noch die neue Spielshow „Renn zur Million … wenn du kannst!“ aufgezeichnet.

Wenn du Spaß an einer Sache hast, dann bekommst du automatisch Energie. Man kennt sich selbst ja ganz gut und weiß, mit welchen Hebeln man sich motivieren kann. Ich habe in dieser Zeit nur regeneratives Training wie langsames Laufen gemacht, mich vernünftig ernährt und viel meditiert. Außerdem habe ich mich in jeder freien Minute in meiner Umkleidekabine erholt.

Werden Sie auf der Straße jetzt als Kudu angesprochen?

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Es hat mich wirklich erstaunt, überrascht und gefreut. Nach dem Finale war ich in Köln bei einem Benefizlauf dabei, und da haben mich so viele angesprochen und gesagt: „Hey, du bist doch der Kudu.“ Danach war ich für Sixx zwei Wochen auf Mallorca, und auch da haben mich ganz viele Deutsche auf den Kudu angesprochen. Und weil das für mich so eine tolle Zeit war, habe ich mir ein neues Tattoo stechen lassen. Auf meinem rechten Unterarm flammt jetzt ein Kudu.

Nun haben Sie die Showbühne gegen einen Hindernisparcours eingetauscht. Wie wichtig ist dabei, dass man eine Million Euro gewinnen kann?

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Ich finde, es ist eine schöne Motivation, einer Million hinterherzurennen. Das ist eine Menge Geld. Auch für mich wäre eine Million Euro eine tolle Motivation, obwohl es mir wirtschaftlich gut geht. Aber ich weiß Geld zu schätzen und ich mag Geld. Das war nicht immer so. Früher habe ich Geld als etwas sehr Schlechtes angesehen. Einfach weil ich kein Geld hatte, also wurden die Menschen verteufelt, die es hatten, aber ich nicht. Heute halte ich Sätze wie „Geld verdirbt den Charakter“ für Schwachsinn. Wenn man so etwas denkt, wird man nie zu Geld kommen. Geld wollen wir alle, und wenn man viel davon hat, umso besser. Dann hat man auch das Privileg, das Leben seiner Träume zu leben. So, wie man es sich vorstellt, weil man die Freiheit hat.

Hätte Sie also selbst an der Show teilgenommen, wenn Sie sie nicht moderieren würden?

Klar hätte ich Lust, das Hindernisrennen selbst zu bestreiten! Ob ich es schaffen würde, weiß ich aber nicht. Die Hindernisse sind wirklich anspruchsvoll. Nur weil ich sportlich bin, heißt das nicht, dass ich es automatisch bis zur Million geschafft hätte. Um bei uns ans Ziel zu kommen, muss man ein echter Allrounder sein. Man muss klettern, schwimmen, schnell sein, Balance halten können und Ausdauer haben. Man braucht eben das passende Gesamtpaket.

In welcher Zeit haben Sie Geld als etwas Schlechtes angesehen?

Ich bin in ärmlichen Verhältnissen aufgewachsen. Meine Mutter hat vier Kinder allein großgezogen. Es gab Momente, da war der Strom abgeschaltet, wenn wir abends nach Hause kamen. Das Telefon funktionierte nicht, weil meine Mutter die Rechnung nicht zahlen konnte. Es gab Zeiten, in denen wir nur Tütensuppe gefuttert haben, weil es nicht anders ging. Aufgrund dieser Armut hat sich bei mir auch ein Glaubenssatz manifestiert. Natürlich hatte ich damals ein Stück weit einen Minderwertigkeitskomplex, weil ich arm war, aus einem unruhigen Elternhaus kam und ich mich nicht als so wertvoll empfunden habe. Menschen, die damals Geld hatten, lebten für mich auf einem anderen Planeten. In dieser Zeit habe ich Neidgefühle gehabt. Um seinem eigenen Leben eine Daseinsberechtigung zu geben, schimpft man dann über diejenigen, die Geld haben. Aber irgendwann habe ich dann verstanden, dass es schön ist, Geld zu haben und Geld zu schätzen.

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Wann war das?

Während meiner Zeit bei der Band Bed & Breakfast habe ich mein erstes richtiges Geld verdient. Aber weil ich es da noch nicht zu schätzen wusste, habe ich das Geld mit beiden Händen rausgeschmissen und mich in den Bankrott begeben. Die Schuldnerberatung hat mir dann geraten, Privatinsolvenz anzumelden, um in sieben Jahren schuldenfrei zu sein. Da habe ich gesagt: „Das mache ich nicht. Ich habe mir das selbst eingebrockt, also löffle ich das auch wieder aus.“ Da habe ich den Respekt dem Geld, mir und anderen Menschen gegenüber hart erlernen müssen. Diese Zeit war die lehrreichste für mich. Seitdem laufe ich mit einem anderen Bewusstsein durch die Welt.

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