Cardi B löst Twitter-Fehde zwischen Ghana und Nigeria aus

  • US-Rapperin Cardi B will gern die nigerianische Staatsbürgerschaft.
  • Das hat für Unmut in Ghana, wo die Musikerin im Dezember war, gesorgt.
  • Die Einwohner haben kein Verständnis für ihre Wahl.
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Lagos. US-Rapperin Cardi B hat überraschend Interesse an der nigerianischen Staatsbürgerschaft bekundet und damit unfreiwillig in Westafrika alte Rivalitäten befeuert. Auf Twitter regten sich diese Woche viele ihrer Fans in Ghana über ihren Wunsch auf. Denn das Land pflegt seit langem eine innige Rivalität mit Nigeria.

„Ich hoffe, Sie haben einen Generator, um ihr Haus mit Strom zu versorgen, weil die anders als wir kein Licht haben“, schrieb ein ghanaischer Nutzer mit Blick auf die häufigen Stromausfälle im bevölkerungsreichsten Land Afrikas. Andere Fans in Ghana warnten Cardi B vor der Gefahr durch die in Nigeria aktive Terrorgruppe Boko Haram.

Viele nigerianische Fans wiederum zeigten sich stolz, aber auch etwas verwundert, dass die Rapperin offenbar deren Land den Vorzug vor den USA geben wolle. Nicht wenige boten ihr einen Passtausch an.

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Cardi B hat Ghana und Nigeria auf Afrika-Tour besucht

Die Grammy-Gewinnerin hatte Ghana und Nigeria im Rahmen ihrer Afrika-Tour im Dezember besucht. Am vergangenen Freitag übte Cardi B harsche Kritik an der tödlichen US-Militäraktion gegen den iranischen General Kassem Soleimani, die die Spannungen im Nahen Osten massiv verschärft hat. Es sei traurig, dass dieser Mann amerikanische Leben gefährde, schrieb sie über die Entscheidung von Präsident Donald Trump, und: „Dümmster Schritt, den Trump bisher gemacht hat... Ich beantrage meine nigerianische Staatsbürgerschaft.“

Tage später fragte Cardi B ihre Fans, welchen nigerianischen Namen sie auswählen sollte: CHIOMA B oder Cadijat. Die Rapperin mit dem bürgerlichen Namen Belcalis Almanzar hat eigentlich afrokaribische Wurzeln, ihre Eltern stammen aus Trinidad und der Dominikanischen Republik.

Wie sie an einen nigerianischen Pass kommen will, hat Cardi B nicht mitgeteilt. Allerdings haben andere afrikanische Länder einigen Stars zuletzt die Ehrenstaatsbürgerschaft verliehen. So besitzt der britische Schauspieler Edris seit kurzem auch einen Pass von Sierra Leone, dem Geburtsort seines Vaters.

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RND/AP

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