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„Captain Kirk“ wird 90: Schauspieler William Shatner kämpft jetzt gegen Twitter-Trolle

  • William Shatner feiert seinen 90. Geburtstag.
  • Der Schauspieler wurde mit der Science-Fiction-Serie „Star Trek“ berühmt.
  • Und auch im hohen Alter kann Shatner noch nicht von seiner fiktiven Rolle des „Captain Kirk“ lassen.
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New York. Es gibt nicht viel, was den Kapitän von „Raumschiff Enterprise“ aufhalten könnte - eine globale Pandemie gehört sicher nicht dazu. Und so feiert Schauspieler William Shatner - für „Star-Trek“-Fans: „Captain James T. Kirk“ - seinen Geburtstag im Juli am Set der berühmten Serie im Ort Ticonderoga nördlich von New York, wie lokale Medien berichten. 90 Jahre alt wird der kanadische Science-Fiction-Veteran aber bereits am 22. März.

Mit „Star Trek“ zum Welterfolg

Dass er sein Publikum bis ins hohe Alter wertschätzen würde, konnte man bei William Alan Shatner schon zu Kinderzeiten erahnen - er liebte es, auf Bühnen zu stehen. Und auch während des Colleges versuchte sich der Wirtschaftsstudent im Theater. Mit Erfolg: Nach Stationen am New Yorker Broadway und beim Fernsehen kam mit der Rolle des „Captain Kirk“ 1966 der Ritterschlag.

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Zumindest aus heutiger Sicht. Denn erst als „Star Trek“ nach drei Staffeln wegen schwacher Quoten eingestellt und alte Folgen Anfang der 1970er Jahre wiederholt wurden, wuchs die kleine Fanbasis zur globalen „trekie“-Gemeinde.

Shatner unterhält seine 2,5 Millionen Fans täglich bei Twitter

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Vom berühmten Raumschiff („Der Weltraum – unendliche Weiten. Wir schreiben das Jahr 2200“) ist in Shatners Twitter-Biografie nicht mehr die Rede. Stattdessen steht da: „Vater von drei Mädchen. Kanadier! Nicht politisch - sei gewarnt oder werde geblockt!“ Beim Kurznachrichtendienst beglückt der jovial wirkende Golden-Globe- und Emmy-Gewinner seine 2,5 Millionen Fans praktisch täglich mit Tweets.

Und es wirkt dabei schon fast volksnah, dass sich auch ein Star-(Trek-)Schauspieler im Internet immer wieder und mit großer Leidenschaft Scharmützel mit Trollen liefert, dass Shatner das Streiten mit anonymen Nutzern offenbar nicht lassen kann.

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William Shatner setzt sich für wohltätige Zwecke ein

Ansonsten setzte sich der Künstler in der Vergangenheit immer wieder für gute Anlässe in Szene. 20 Organisationen und 19 wohltätige Zwecke unterstützte er laut Website „Look to the Stars“. 2006 verkaufte Shatner für Zehntausende Dollar einen Nierenstein an ein Online-Casino und spendete das Geld an den Verein „Habitat for Humanity“, der Häuser für Bedürftige baut. Mit seiner schon seit Jahrzehnten bestehenden Pferdeshow in Hollywood generiert er Erlöse für Wohltätigkeitsorganisationen.

Schlagzeilen machte Shatner zuletzt unter anderem mit der Scheidung von seiner vierten Frau Elizabeth Martin. Medienberichten zufolge äußerte er sich nach der Trennung 2019 aber versöhnlich: „Es ist alles gut hier. Es ist alles gut. Ich wünsche uns allen alles Gute.“

Shatner veröffentlichte Bücher und ein eigenes Album

Die Begeisterung für die Zukunft und das Universum verlor Shatner derweil auch jenseits von vielen „Star Trek“-Episoden und Fortsetzungen nie. „TekWar“ heißt die neunteilige Serie von Krimi-Büchern, in der Privatermittler Jake Cardigan Bösewichten im Jahr 2122 das Handwerk legt. Auch als Musiker hatte Shatner im gehobenen Alter Erfolge, zuletzt veröffentlichte er im Oktober 2020 ein Blues-Album mit bekannten Gästen.

Und während es um einige seiner Weggefährten schon seit Jahren ruhig geworden ist, dreht Shatner sogar weiterhin Filme: Nur wenige Tage nach seinem Geburtstag kommt die RomCom „Senior Moment“ mit ihm in der Hauptrolle in den USA auf den Markt.

Dass der Schauspieler mit 90 noch immer gefragt ist, wird auch daran deutlich, wie viel Fans bezahlen müssen, um ihn im Sommer am Enterprise-Set sehen zu können. Die Tour mit Shatner höchstpersönlich kostet 499 Dollar (mehr als 400 Euro), ein Foto zusätzlich gibt es für 160 Dollar, das Autogramm für 80 Dollar. Das „VIP All-Inclusive“-Paket kostet sogar 1500 Dollar. Dafür darf man dann mit „Captain Kirk“ dinieren und auf der Brücke der Enterprise ein Pläuschchen halten.

RND/dpa

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