Bushido im Abu-Chaker-Prozess: Weiterer Rapper wurde bedroht

Anis Mohamed Youssef Ferchichi, bekannt unter dem Künstlernamen Bushido, sitzt als Nebenkläger im Prozess gegen den Chef eines bekannten arabischstämmigen Clans und drei seiner Brüder in einem Gerichtssaal. Der Clanchef und seine Brüder stehen unter anderem wegen schwerer räuberischer Erpressung, Freiheitsberaubung und gefährlicher Körperverletzung vor Gericht.

Anis Mohamed Youssef Ferchichi, bekannt unter dem Künstlernamen Bushido, sitzt als Nebenkläger im Prozess gegen den Chef eines bekannten arabischstämmigen Clans und drei seiner Brüder in einem Gerichtssaal. Der Clanchef und seine Brüder stehen unter anderem wegen schwerer räuberischer Erpressung, Freiheitsberaubung und gefährlicher Körperverletzung vor Gericht.

Berlin. Rapper Bushido hat im Prozess gegen einen Berliner Clanchef von einem weiteren Rapper gesprochen, der durch seinen angeklagten ehemaligen Geschäftspartner bedroht und mit einer unberechtigten Geldforderung konfrontiert worden sei. „Es waren ein oder zwei Millionen Euro, weil sich der Musiker selbstständig machen wollte“, erklärte Bushido am Montag in seiner weiteren Aussage vor dem Berliner Landgericht. Von dieser Forderung gegenüber einem Künstler, mit dem er bis 2018 einen Vertrag hatte, sei ihm berichtet worden. „Welche rechtliche Grundlage das haben sollte, entzieht sich meiner Kenntnis“, so Bushido.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Der 42-jährige Musiker, bürgerlich Anis Ferchichi, befindet sich seit inzwischen fünf Monaten im Zeugenstand. Er ist Nebenkläger und Zeuge in dem Prozess. Laut Anklage soll es zu Straftaten zu seinem Nachteil gekommen sein, nachdem der Rapper 2017 die Beziehungen zu seinem langjährigen Geschäftspartner aufgelöst habe. Arafat A.-Ch. habe dies nicht akzeptieren wollen und von Bushido unberechtigt eine Millionen-Zahlung sowie die Beteiligung an dessen Musikgeschäften für 15 Jahre gefordert. Bushido sei bedroht, beschimpft, im Januar 2018 in einem Büro eingesperrt und mit Wasserflasche und Stuhl attackiert worden.

Drei Brüder des Clanchefs mitangeklagt

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Hauptangeklagten Arafat A.-Ch. (44) Beleidigung, Freiheitsberaubung, versuchte schwere räuberische Erpressung, Nötigung und gefährliche Körperverletzung vor. Mitangeklagt sind drei Brüder des Clanchefs. Die vier Männer haben sich bislang nicht zu den Vorwürfen geäußert.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige
Prozessauftakt: Bushido gegen Abou-Chaker

Arafat Abou-Chaker und weitere Familienangehörige sollen laut Anklage Bushido eingesperrt, bedroht und geschlagen haben.

Bushido, der auch am 21. Verhandlungstag von Personenschützern begleitet wurde, äußerte sich zu mehreren Verträgen, die er mit anderen Künstlern abgeschlossen hatte. Exklusivverträge hätten sich auf Bereiche wie Musikproduktion und Vermarktung bezogen. Einer der Rapper habe ihm 2018 von einer Bedrohung durch Arafat A.-Ch. berichtet. Auf Nachfrage erklärte Bushido, bei dem Vorfall sei er persönlich nicht dabei gewesen - „zum Glück nicht, einmal reicht“, so der Zeuge. Seine Befragung soll am 27. Januar fortgesetzt werden.

RND/dpa

Mehr aus Promis

 
 
 
 
 
Anzeige
Anzeige

Top Themen

Letzte Meldungen

 
 
 
 
 
 
 
 
 

Spiele entdecken