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Telefonat mit Ehefrau

Biden sagt Basketball-Star Brittney Griner Hilfe zu - Russland verteidigt Haft

Brittney Griner auf dem Weg in einen Gerichtssaal.

Moskau. Der Fall der in Russland wegen eines angeblichen Drogendelikts inhaftierten US-Basketballerin Brittney Griner bleibt brisant. Nachdem die Russen ihre Anklage verteidigten und zugleich die Möglichkeit einer Begnadigung ins Spiel brachten, schaltete sich nun auch US-Präsident Joe Biden persönlich ein. Wie das Weiße Haus am Mittwoch mitteilte, sagt Biden zu, sich um eine baldige Freilassung der Olympiasiegerin zu bemühen.

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In einem Telefonat bot er Brittney Griners Ehefrau Cherelle Griner seine Unterstützung an und versprach, dass die US-Regierung alle Möglichkeiten ausschöpfe, um Griner nach Hause zu holen. Biden las Cherelle Griner zudem den Entwurf eines Briefes vor, den er an Brittney Griner schicken wird. An dem Gespräch nahm auch US-Vizepräsidentin Kamala Harris teil.

„Versuche, den Fall so darzustellen, als ob die Amerikanerin unrechtmäßig festgenommen wurde, halten keiner Kritik stand“, sagte der Sprecher des russischen Außenministeriums, Alexej Saizew, derweil am Mittwoch in Moskau. „Das Gesetz wurde gebrochen.“

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Es handele sich um einen „schwerwiegenden Rechtsbruch“ der 31-Jährigen, für den bis zu zehn Jahre Haft drohten, meinte der Diplomat. Zugleich sagte er, dass es Griner nach einer Verurteilung freistehe, den Richterspruch anzufechten oder ein Gnadengesuch zu schreiben. Wer in Russland eine Begnadigung beim russischen Präsident beantragt, muss auch seine Schuld einräumen.

Griner seit viereinhalb Monaten in Untersuchungshaft

Seit viereinhalb Monaten sitzt Griner in Untersuchungshaft, die zuletzt bis 20. Dezember verlängert worden war. Der Olympiasiegerin wird der Besitz von Drogen vorgeworfen, ihr Prozess hatte am Freitag begonnen. Sie hatte auch US-Präsident Joe Biden in einem Brief um Hilfe gebeten, der nun reagierte.

Washington kritisiert, dass Griner zu Unrecht festgehalten werde. Moskau hingegen weist den Vorwurf zurück, der Prozess gegen Griner sei politisch motiviert. Griner soll bei einer Kontrolle ihres Gepäcks auf dem Moskauer Flughafen Scheremetjewo im Februar sogenannte Vape-Kartuschen und Haschisch-Öl bei sich gehabt haben.

Seit 2015 spielte Griner beim Team von UMMC Jekaterinburg im Ural. Mit dem Spitzenclub gewann sie viermal die Euroleague. Griner gilt als eine der besten Basketballerinnen in der amerikanischen Frauen-Profiliga WNBA. Mit den Phoenix Mercury gewann sie 2014 die Meisterschaft, mit der US-Nationalmannschaft holte sie außer zwei Olympiasiegen auch zweimal Gold bei Weltmeisterschaften. Viele Profispielerinnen wie Griner sind außer in ihren Heimatligen zudem im Ausland aktiv, unter anderem bisher auch in Russland.

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RND/dpa

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