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  • Britney Spears - 5 Fragen zur Vormundschaft: Wie geht es weiter? Was darf sie nun?

Britney Spears: fünf wichtige Antworten zum Ende der Vormundschaft durch ihren Vater

  • Seit Mittwoch ist Jamie Spears, der Vater von Britney Spears, nicht mehr der Vormund des US-Popstars.
  • Was bedeutet das für das Leben der Sängerin?
  • Fünf wichtige Fragen und Antworten.
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James Spears ist nicht mehr der Vormund von US-Popstar Britney Spears. 13 Jahre lang stand die 39-Jährige unter der Vormundschaft ihres Vaters. Doch am Mittwoch setzte Richterin Brenda Penny in Los Angeles den 69-jährigen Vater von Spears „im besten Interesse der Betreuten“ als Vormund ab. Was passiert nun? Wir beantworten fünf wichtige Fragen zum Prozess von Britney Spears.

Wie geht es jetzt weiter mit der Vormundschaft?

Der Prozess ist mit dieser richterlichen Entscheidung noch nicht beendet – Britney Spears will gemeinsam mit ihrem Anwalt Mathew Rosengart weiter juristisch gegen die Vormundschaft vorgehen. Das Gericht setzte am Mittwoch den Buchhalter John Zabel vorübergehend – bis zum Jahresende – als Vormund für die Finanzen der Sängerin ein. Die nächste Anhörung in dem Fall soll laut dem Portal „TMZ.com“ am 12. November stattfinden. Dann könnte das Gericht über die mögliche Aufhebung aller Auflagen entscheiden, hieß es. In diesem Punkt sind sich Jamie Spears und Anwalt Rosengart ausnahmsweise einig: Beide plädierten für die komplette Abschaffung der Vormundschaft.

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Auch möchte Rosengart womöglich in weiteren Verfahren gegen Jamie Spears vor Gericht ziehen, solle bewiesen werden, dass er während der Vormundschaft Gelder veruntreut oder in anderer Weise seine Rolle missbraucht habe.

Wer ist John Zabel?

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John Zabel ist nach dem Richterspruch in Los Angeles der Vormund für die finanziellen Aspekte im Leben von Britney Spears. Der Berater wurde laut des US-Magazins „Insider“ auf Vorschlag von Anwalt Rosengart ausgewählt. Er ist laut der Webseite des Unternehmens der Besitzer von Media Finance Structures. Die Firma bietet Entertainmentprojekten finanzielles Management an und soll auch schon mit Studios wie Paramount, Sony und Lionsgate zusammengearbeitet haben. Außerdem ist Zabel laut seines Linkedin-Profils ein staatlich anerkannter Buchhalter.

Was darf Britney nun und was durfte sie vorher nicht?

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Während der Zeit unter der Vormundschaft produzierte die US-Sängerin weiterhin Alben, ging auf Tour, trat in Fernsehshows auf und vermarktete eigene Produkte wie ein Parfüm oder Unterwäsche. Doch musste dies durch Erlaubnis ihres Vormunds geschehen – denn unter der Vormundschaft gilt Britney Spears juristisch nicht als eigenständige Person, die Verträge selbst unterschreiben kann. Ihre Vormundschaft ist in zwei Teile aufgeteilt worden: Finanzen und Privatleben. Bis 2019 war Jamie Spears Vormund für beide Seiten, kümmerte sich aus gesundheitlichen Gründen dann aber bis zum Richterspruch am Mittwoch um die finanziellen Aspekte. Seit 2019 ist Jodi Montgomery für die Privatangelegenheiten der Sängerin zuständig.

Welche Regeln genau für die Sängerin galten, ist in der Gesamtheit nicht klar. Laut der „New York Times“, die aus Gerichtsakten zitiert, gab die 39-Jährige an, dass sie gegen ihren Willen in eine psychiatrische Klinik eingewiesen worden sei und trotz hohem Fieber habe auftreten müssen. Für Treffen mit Freunden habe sie die Zustimmung ihres Vaters benötigt. Sie habe lange ein wöchentliches Taschengeld von 2000 US-Dollar zur Verfügung gehabt – auch wenn sie Millionen verdiente. Außerdem musste sie sich laut der „New York Times“ mehrmals pro Woche einem Drogentest unterziehen. Auch die Farbe ihrer Küchenzeile durfte die Sängerin aus Kostengründen nicht ändern.

Da sich diese Gerichtsunterlagen auf vergangene Regeln beziehen, ist nicht klar, welche Vorschriften derzeit für Britney Spears gelten.

Welche Reaktionen gibt es auf die Entscheidung?

Spears Verlobter, Sam Asghari (27), gratulierte auf Instagram mit dem Foto einer Löwin. „Die Macht der Löwin“, schrieb er zu dem Hashtag #freebritney. Auf Twitter gratulierten außerdem mehrere berühmte Kolleginnen. „Danke Gott“, schrieb etwa Sängerin Cher. Sie habe schon seit Jahren darüber gesprochen und für Spears gebetet. „Ich bin mehr als begeistert! Gesegnet sei unser Superstar.“

Dionne Warwick bezeichnete die Gerichtsentscheidung als „wundervolle Nachrichten“ und schrieb: „Sie kann jetzt atmen. Herzlichen Glückwunsch, Britney. Genieße dein Leben.“ „Herzliche Glückwünsche“ kamen auch von Michael Jacksons Schwester La Toya, die dazu ein Foto der Sängerin teilte.

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Welche Rolle spielen die Dokumentationen?

Vier Dokumentationen haben sich mit dem Fall Britney Spears beschäftigt. Drei davon kamen allein in dieser Woche heraus. Aufmerksamkeit erhielt der Fall durch die „New York Times“-Dokumentation „Framing Britney Spears“ im Frühjahr. Sie entfachte heftige Diskussionen vor allem in den sozialen Netzwerken. Viele Prominente und Fans bekundeten unter dem Hashtag #FreeBritney daraufhin ihre Unterstützung für die Sängerin. Zwei weitere wurden in dieser Woche veröffentlicht: „Controlling Britney Spears“ heißt die weitere aktuelle Produktion der „New York Times“, bei Netflix ging „Britney vs. Spears“ online.

Beide Filme erheben neue Vorwürfe. Laut „Controlling Britney Spears“ wurde die Sängerin unter der Vormundschaft ihres Vaters jahrelang massiv überwacht. In ihrem Schlafzimmer seien ein Abhörgerät angebracht und Daten auf ihrem Handy kopiert worden. In der Netflix-Produktion wurde enthüllt, dass der Arzt, der Britney Spears in Gerichtsakten eine Demenzerkrankung bescheinigt haben soll, die Sängerin gar nicht selbst untersucht hatte.

Am Sonntag beschäftigte sich noch eine weitere Doku des Senders CNN mit dem Fall: „Toxic: Britney Spears‘ Battle For Freedom“. Auch darin wird der Vorwurf erhoben, dass das Handy der Sängerin überwacht worden sei. Außerdem habe sie nur christliche Bücher lesen dürfen. Juristische Konsequenzen aus den erhobenen Vorwürfen haben sich noch nicht ergeben.

Die Sängerin selbst ist nicht wirklich zufrieden mit der Berichterstattung über sie: In einem Instagram-Post kritisiert sie die Dialoge in „Britney vs. Spears“, das ausgewählte Bildmaterial von ihr und stellt klar: „Ich versuche, mich von dem Drama zu distanzieren.“ Einige Nutzerinnen und Nutzer kommentierten, dass nicht Britney Spears selbst diesen Post geschrieben habe.

RND/goe/dpa

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