Berliner Rapper Capital Bra wird erpresst und bedroht

  • Im Januar hatte sich Capital Bra von seinem Labelboss Bushido getrennt – weil dieser mit der Polizei kooperiert hatte.
  • Jetzt braucht der Shootingstar die Beamten offenbar selbst.
  • Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wird der Rapper erpresst und bedroht, ein Ermittlungsverfahren läuft.
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Berlin. Anfang des Jahres hatte sich der Berliner Rap-Shootingstar Capital Bra medienwirksam von seinem berühmten Labelboss Bushido getrennt. Der Grund: Bushido hatte bei der Polizei gegen seinen früheren Geschäftspartner, den Berliner Clanchef Arafat Abou-Chaker, ausgesagt.

„Ich bin nicht mehr bei EGJ, da mein Labelboss mit der Polizei arbeitet“, hatte Capital Bra damals erklärt. „Wir sind kein Team. Polizei ist jetzt dein Team.“

Jetzt braucht Capital Bra die Polizei offenbar selbst. Wie die Generalstaatsanwaltschaft Berlin auf Anfrage des RedaktionsNetzwerks Deutschland (RND) bestätigt, läuft ein Ermittlungsverfahren wegen räuberischer Erpressung zum Nachteil des Rappers. Zuvor hatte die „Bild“-Zeitung über den Fall berichtet und auch über die Hintergründe spekuliert.

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Laut Informationen der Zeitung gehe die Gefahr von kriminellen Berliner Clans aus – Bra habe sich daraufhin selbst an die Polizei gewandt. Dies wollte die Staatsanwaltschaft auf Anfrage jedoch nicht bestätigen: „Die Ermittlungen dauern an, weshalb weitere Auskünfte derzeit nicht möglich sind“, so ein Sprecher.

Rapper deutet Bedrohung auf Instagram an

Ende Oktober hatte sich Capital Bra mit einem aufsehenerregenden Statement an seine Fans gewandt. In einer Instagram-Story erklärte der Rapper: „Ich wollte euch allen Bescheid sagen, es gibt ein paar Leute, die wollen mich unbedingt f**ken. Die sagen, die bekommen noch Geld von mir. Die sagen, die wollen, dass ich aufhöre mit Musik.“

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Das Statement hatte seinerzeit für rege Diskussionen in der Hip-Hop-Szene gesorgt. Nicht zuletzt, weil es in den sozialen Netzwerken zuletzt ruhig um den Rapper geworden war.

„Ihr bekommt nicht einen Cent von mir“

Seinerzeit hatte der Rapper noch angekündigt, sich von den Einschüchterungen nicht unterkriegen lassen zu wollen. „Ich sage euch: Ihr bekommt nicht einen einzigen Cent von mir! Nicht null Komma null Cent bekommt ihr von mir!“, so Bra. „Es gibt keinen, dem ich was schulde. (...) Und schickt nicht eure Freunde vor, die versuchen, von mir Geld zu nehmen. Ich gebe keinem auch nur einen Cent, damit ihr Bescheid wisst.“

Am Dienstag veröffentlichte er auf seinem Instagram-Account ein kurzes Video, das bis Donnerstagmorgen knapp 1,18 Millionen Mal aufgerufen wurde.

Viele Menschen wollten ihn „verändern, wollten mich f***en, wollten uns fallen sehen, aber merkt euch eine Sache: Der Bratan bleibt der Gleiche“, rappt er darin. Er habe „keine Angst vor Arabern“. „Sie haben gesagt, sie warten vor der Tür mit Ballermann ... Sie haben gesagt, sie wollen mich f***en, wenn ich nicht bezahle. Aber Gott ist groß, Bruder, größer als ihr alle“, heißt es in dem kurzen Clip weiter.