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„Bergretter“-Star Luise Bähr: „Ich stelle meine eigene Wurst her“

  • In der ZDF-Serie „Die Bergretter“ spielt Luise Bähr eine toughe Rettungssanitäterin.
  • Im Interview mit dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) spricht sie über eiskalte Drehtage, ihr Leben auf dem Bauernhof und darüber, warum sie ihre eigene Wurst herstellt.
  • „Es ist viel einfacher, als man denkt. Man braucht dazu nur eine Wurstmaschine und einen Reifeschrank“, erzählt Bähr.
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Bis zu fünf Millionen Zuschauer sehen jede Woche zu, wenn Schauspielerin Luise Bähr in der ZDF-Serie „Die Bergretter“ als toughe Sanitäterin Katharina Strasser zu sehen ist. Im Interview mit dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) spricht die 41-Jährige über eines ihrer Hobbys: das Herstellen der eigenen Wurst.

Frau Bähr, wie übersteht man einen Drehtag bei minus 20 Grad?

Mit heißem Tee und der richtigen Einstellung. (lacht) In der Höhe soll man sehr viel trinken, aber es ist schwierig, auf Toilette zu gehen, wenn man irgendwo am Gletscher steht und dann auch noch mehrere Schichten anhat. Deshalb trinke ich jeden Morgen vor Drehbeginn mindestens einen halben Liter Wasser, damit schon mal der Vormittag gerettet ist. (lacht)

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Was tragen Sie an solch eiskalten Tagen?

Wir sind mit Wärmewäsche bestens ausgestattet. Da wir die Bergretter spielen und nicht die Verunglückten, die oftmals leichter bekleidet sind, haben wir optimale wetterfeste Kleidung, die bergfähig ist. Ein Geheimnis: Wir haben zusätzlich Wärmepads. Es gibt zum Beispiel Wärmepflaster gegen Rückenschmerzen, die kleben wir uns in die Jacken rein, sodass man noch eine kleine zusätzliche Wärmequelle hat. Es gibt auch Einlegesohlen, die sich erwärmen lassen. Wenn ab 16 Uhr die Sonne plötzlich weg ist und es schlagartig kalt wird, freut man sich über solche Dinge.

Die Dreharbeiten sind also ganz schön tough.

Ich bin hier die Henne im Korb und muss mithalten, wenn meine männlichen Kollegen losspurten. (lacht) Es wird einem auf dem Berg viel abverlangt. Es gibt Drehtage, an denen man erst mal einen 45-minütigen Aufstieg hinter sich bringen muss, weil es keine andere Möglichkeit gibt, ans Set zu gelangen. Gerade die Sprints, die wir am Gletscher auf 3000 Meter Höhe hinlegen, sind nicht ohne. Da kommt man nach 100 Metern an und hat erst mal für drei Minuten keinen Atem mehr. Und dann heißt es vom Regisseur: „Das Ganze bitte noch mal!“ (lacht)

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Inwiefern hat die Corona-Pandemie die Dreharbeiten noch mehr erschwert?

Wir hatten das große Glück, trotz Pandemie sieben Neunzigminüter zu drehen. Das war natürlich nur unter Einhaltung der Hygienemaßnahmen möglich. Wir wurden mehrmals pro Woche getestet und unser Fuhrpark wurde aufgestockt, damit das Team aufgeteilt werden konnte. Zum Glück drehen wir einen Großteil der Szenen draußen, wo es leichtfällt, genügend Abstand zu halten. Unsere Maskenbildner tragen natürlich Schutzmasken, wenn sie uns schminken. Kussszenen sind verboten. Ein paar Szenen wurden umgeschrieben, damit die Hygienemaßnahmen eingehalten werden konnten.

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Das klingt alles so, als müsste man für Ihren Job eine ordentliche Portion Fitness mitbringen.

Ich war schon vor dem Dreh bergaffin und halte meine Grundfitness. Ich bin aber nicht der Fitnessstudiogänger, sondern versuche, den Sport auch in meinen Alltag zu integrieren. Egal, ob Kiten, Snowboarden oder Klettern – zu jeder Jahreszeit steht bei mir etwas auf dem Programm. Nach unseren Dreharbeiten bin ich noch fitter als sonst, weil man den Tag in der Höhe verbringt und sich die ganze Zeit bewegt. Das geht morgens schon los. Der Fahrradweg zur Kita geht nur bergauf. Dann hat man bereits eine halbe Stunde Fahrradtour hinter sich, bevor der Tag so richtig angefangen hat. (lacht)

Apropos, während der Dreharbeiten leben Sie mit Ihrer Tochter auf einem Bauernhof?

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Wir haben seit sechs Jahren zwei Zuhause: das Stadtleben in Berlin und das Landleben in Ramsau. Während der Dreharbeiten wohnen wir auf dem Hof eines Tierarztes mit jeder Menge Tieren. Ich bin auch selber so aufgewachsen. Ich komme aus Frankfurt am Main, aber wir hatten ein Ferienhaus auf dem Land, wo wir jedes Wochenende waren. Das Schöne ist, dass meine Tochter so zwei Arten zu leben kennenlernt und beides liebt. Sie hat an beiden Orten ihre Highlights und fühlt sich pudelwohl. Kinder leben ja noch so wahnsinnig schön im Hier und Jetzt.

Stimmt es, dass Sie in Berlin Ihre eigene Wurst herstellen?

Das stimmt. Ich versuche, einen möglichst kleinen ökologischen Fußabdruck zu hinterlassen, indem ich das Fleisch zum Weiterverarbeiten nur noch direkt beim Bauern oder Jäger kaufe. Da kenne ich sogar das Tier und weiß, wie es aufgewachsen ist und was es gefressen hat.

Was für Wurst stellen Sie denn her?

Hauptsächlich Salami, Schinken und Bratwürste. Es ist viel einfacher, als man denkt. Man braucht dazu nur eine Wurstmaschine und einen Reifeschrank. Wer den nicht hat, kann einfach die Winterzeit mit einer konstanten kühlen Temperatur und Luftfeuchtigkeit nutzen.

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Wie lange machen Sie das schon?

Seit bestimmt fast fünf Jahren. Ein Freund von uns ist Förster und hat uns letztendlich auf die Idee gebracht. Da bekommen wir das Wild her.

Wie sind Sie überhaupt darauf gekommen?

Ich koche leidenschaftlich gerne und habe auch schon eine Köchin gespielt. Ich mag es wahnsinnig gerne, mich mit Lebensmitteln zu beschäftigen, und liebe gutes Essen. Da begibt man sich einfach auf Qualitätssuche. Wir versuchen, auch viel Gemüse auf unserer Dachterrasse anzubauen. Der Geschmack ist einfach anders, purer und aromatischer.

Haben Sie mal mit dem Gedanken gespielt, Vegetarierin zu werden?

Mir ist der bewusste Umgang mit Lebensmitteln wichtig, ohne dabei auf etwas verzichten zu müssen. Ich liebe einfach die Vielfalt guten Essens.

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