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Trauer um Prinz Philip: Er bekommt auf eigenen Wunsch kein großes Staatsbegräbnis

Der britische Prinz Philip, Herzog von Edinburgh, ist verstorben.

Der britische Prinz Philip, Herzog von Edinburgh, ist verstorben.

London. Es ist kurz vor 12 Uhr, als plötzlich alle BBC-Sender ihr laufendes Programm unterbrechen und eine Sprecherin mit belegter Stimme verkündet: „Prinz Philip, der Herzog von Edinburgh, ist gestorben.“ Dann erklingt die Nationalhymne „God Save the Queen“.

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Am Freitagmorgen ist der Prinzgemahl im Alter von 99 Jahren „friedlich auf Schloss Windsor“ verstorben. Das gab der Buckingham-Palast, dessen Flagge seit der Verkündung auf Halbmast weht, im offiziellen Statement bekannt. Es ist ein historischer, ein bewegender Moment – und ein Einschnitt für das Land und die royale Familie.

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Prinz Philip wäre im Juni 100 Jahre alt geworden

Im Juni wäre der Ehemann von Königin Elizabeth II. 100 Jahre alt geworden. Der vierfache Vater war der dienstälteste Prinzgemahl der britischen Geschichte. Die Queen sei „in tiefer Trauer“ über den Tod „ihres geliebten Mannes“. Die beiden waren seit 1947 verheiratet, nach ihrer Krönung 1953 stand er der Monarchin als Prinzgemahl zur Seite.

Als ihre „Stärke und Stütze“ würdigte ihn Premierminister Boris Johnson denn auch in einer live übertragenen Ansprache vor seinem Amtssitz in der Downing Street und erinnerte an Philips Dienst im Auftrag der Krone. Er habe sich „die Zuneigung von Generationen hier im Vereinigten Königreich, im gesamten Commonwealth und auf der ganzen Welt“ verdient. „Wir trauern heute mit Ihrer Majestät der Queen, wir sprechen ihr und ihrer ganzen Familie unser Beileid aus und wir danken, als Nation und als Königreich, für das außergewöhnliche Leben und Wirken von Prinz Philip, Duke of Edinburgh“, sagte der Regierungschef.

Trauer um Prinz Philip: Ehemann der Queen im Alter von 99 Jahren verstorben

Fast über sein gesamtes Leben hinweg galt er als wichtige Stütze der Queen – und damit auch der britischen Krone. Nun ist Prinz Philip gestorben.

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Blumen vor dem Buckingham-Palast

Zahlreiche Menschen legten gestern Blumen vor den Buckingham-Palast in London und das Schloss Windsor in Windsor, schrieben Dankeskarten und zündeten Kerzen an. Bis zur Beerdigung herrscht auf der Insel Staatstrauer. Die Flaggen wehen auf halbmast. Die Mitglieder der königlichen Familie tragen schwarz, Parlamentarier als Zeichen ihrer Trauer ein schwarzes Band am Arm oder eine schwarze Krawatte.

Aus allen Ecken der Welt kamen Beileidsbekundungen. Auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier kondolierte der Queen. „Wir Deutsche trauern um eine gewinnende Persönlichkeit, die einen wichtigen Beitrag zur Versöhnung unserer Nationen nach den Schrecken des Zweiten Weltkrieges geleistet hat.“ Als Angehöriger der Royal Navy habe Prinz Philip für die Befreiung Europas vom nationalsozialistischen Terror gekämpft. „Sein Einsatz für Demokratie und Freiheit wird uns in Erinnerung bleiben.“

Tod von Prinz Philip versetzt Großbritannien in Trauer: "Niemand kennt die Queen ohne ihn"

Prinz Philip ist im Alter von 99 Jahren gestorben. Im Video spricht Korrespondentin Katrin Pribyl über den Tod des Ehemanns von Queen Elizabeth II.

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Prinz Philip hatte im März noch eine Herz-OP

Erst Mitte März war der in der Bevölkerung äußerst beliebte Herzog nach einer Herzoperation in einer Londoner Spezialklinik und mehreren Wochen im Krankenhaus nach Hause entlassen worden. Es war nicht das erste Mal, dass sich die Briten über seinen Gesundheitszustand sorgten. Immer wieder musste er in den letzten Jahren behandelt werden. In der Öffentlichkeit tauchte er seit 2017, als er seinen Rücktritt verkündete und fortan keine offiziellen Termine mehr wahrnahm, kaum noch auf. Vielmehr verbrachte er die meiste Zeit auf dem Landsitz Sandringham in der ostenglischen Grafschaft Norfolk. Um auch während der Lockdownzeiten mit der Königin zusammen sein zu können, zog er im Frühjahr 2020 zu ihr nach Windsor, wo die beiden letztes Jahr im November ihren 73. Hochzeitstag feierten. Neben Thronfolger Prinz Charles gehören auch Prinzessin Anne, Prinz Andrew und Prinz Edward zu seinen Kindern.

Eigentlich stünde Prinz Philip ein Staatsbegräbnis zu. Doch er selbst verfügte noch zu Lebzeiten, dass er eine kleinere, intimere Zeremonie bevorzugt. Demnach wird der Herzog in einer privaten, militärisch geprägten Zeremonie in der St. George’s Chapel auf Windsor Castle verabschiedet und in Frogmore Gardens beerdigt.

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