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  • Attila Hildmann: Von Angela Merkel bezahlt? Fans erkennen Satire des "Postillon" nicht

Attila Hildmann wird nach Satireartikel des “Postillon” von eigenen Fans angegriffen

  • Das Satiremagazin “Postillon” behauptet in einem Artikel, dass Verschwörungstheoretiker Attila Hildmann in Wirklichkeit von Angela Merkel bezahlt wird.
  • Das löst Entsetzen bei Anhängern des Vegankochs aus.
  • Die verstehen den Scherz nicht – und schicken ihm seinen Angaben zufolge Hunderte Nachrichten.
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Attila Hildmann hat sich in der Corona-Krise als Verschwörungstheoretiker entpuppt – und zwar als einer mit vielen Anhängern. Mehr als 80.000 Menschen folgen seiner Telegram-Gruppe, in der er regelmäßig krude Nachrichten teilt und Zustimmung dafür erhält. Doch von Satireseiten haben einige seiner Fans wohl noch nichts gehört – und so scheint es zu einer skurrilen Situation gekommen zu sein, die ausgelöst wurde durch einen Artikel des “Postillon”.

In der Zeile des Satirebeitrags heißt es “Unglaublicher Verdacht: Wird Attila Hildmann von Merkel bezahlt, um die Querdenker-Szene lächerlich zu machen?”. Es folgt ein Text, in dem berichtet wird, dass Hildmann sich kurz vor Beginn der Pandemie mit Bundeskanzlerin Angela Merkel getroffen habe – dazugestellt ist das angebliche Foto der beiden. Einer “Postillon”-Recherche zufolge werde der frühere Vegankoch von Merkel für seine Verschwörungstheorien gezahlt, um die Szene ins Lächerliche zu ziehen.

Anhänger Hildmanns erkennen Satire nicht

Das stimmt natürlich alles nicht. Doch einige Anhänger Hildmanns glaubten tatsächlich, was in dem Satireartikel steht – und wurden wütend. Das jedenfalls lässt sich aus einem Beitrag von Hildmann in seiner Telegram-Gruppe schließen, in dem er schreibt: “Da mich Hunderte Nachrichten erreichen! Der Postillon ist ne Satireseite! Wenn ich eines Tages mit Merkel spazierengehe, dann von ihrer Zelle zum Militärgericht!” Dazu stellt er den Link des Artikels.

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Den “Postillon” freut’s: Die Satireseite teilt einen Screenshot des Beitrags direkt auf ihrer Facebook-Seite mit den Worten: “Feedback von Attila Hildmann in seinem Telegram-Kanal zu unserer Investigativreportage ’Unglaublicher Verdacht: Wird Attila Hildmann von Merkel bezahlt, um die Querdenker-Szene lächerlich zu machen?’”. Dann legt die Satireseite noch mal nach: “Anmerkung der Redaktion: Hildmann lügt. Er muss natürlich behaupten, dass an unserer Recherche nichts dran sei. Andernfalls dreht ihm Merkel den Geldhahn zu!!!”

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Auch Xavier Naidoo äußert sich zu Hildmann

Damit ist der Spaß noch nicht vorbei. Denn Musiker Xavier Naidoo, der zuletzt auch mehr mit Verschwörungstheorien als mit Musik aufgefallen ist, äußert sich ebenfalls auf Telegram und schreibt: “Ich bin übrigens immer noch der Meinung, dass Attila NICHT gekauft ist.” Auch hier kann der “Postillon” es sich nicht nehmen lassen, und reagiert auf Facebook.

“Ist Xavier Naidoo womöglich auch gekauft? Zwingt Merkel ihn, das zu sagen?”, heißt es da. Ob der Sänger nun auch entsetzte Nachrichten von Fans bekommen hat, ist unbekannt.

RND/hsc

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