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Ärger über Brexit: John le Carré nahm vor seinem Tod irische Staatsbürgerschaft an

  • Vor wenigen Monaten ist der englische Bestsellerautor John le Carré gestorben.
  • Was damals kaum jemand wusste: Vor seinem Tod hatte der Schriftsteller die Staatsangehörigkeit gewechselt – aus Ärger über den Brexit.
  • Le Carrés Großmutter stammte aus Irland.
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London. Der kürzlich verstorbene englische Bestsellerautor John le Carré hat nach Angaben seiner Familie kurz vor seinem Tod aus Ärger über den Brexit die Staatsbürgerschaft des EU-Mitglieds Irland angenommen. „Er war zum Zeitpunkt seines Todes ein Ire“, sagte sein Sohn Nicholas Cornwell der BBC in einer Radio-Dokumentation über den Literaten, die am Samstag ausgestrahlt werden soll.

Le Carré, der mit bürgerlichem Namen David Cornwell hieß, war Mitte Dezember vergangenen Jahres im Alter von 89 Jahren gestorben. Gegen Ende seines Lebens spürte er seinen irischen Wurzeln nach. Eine seiner Großmütter wurde in der Grafschaft Cork in der Republik Irland geboren.

Le Carré schaffte seinen großen Durchbruch 1963 mit dem Spionagethriller „„Der Spion, der aus der Kälte kam“. Es folgten gut zwei Dutzend weitere Bücher. Er galt auch als scharfer Beobachter gesellschaftlicher Entwicklungen, der sich häufig zum Weltgeschehen äußerte. Mit deutlichen Worten kritisierte er den Irak-Krieg im Jahr 2003, die populistischen Bewegungen in Polen und Ungarn und die Politik von US-Präsident Donald Trump. Auch mit Kritik an der britischen Regierung sparte er nicht. Den EU-Austritt des Landes hat er nach Angaben seines Sohnes als schmerzhaft und sehr ärgerlich empfunden.

RND/dpa

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