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#allesdichtmachen: Jan Josef Liefers wehrt sich gegen Vereinnahmung durch „Querdenker“

  • Mit der Aktion #allesdichtmachen kritisieren 50 Schauspielstars die Corona-Politik der Bundesregierung.
  • Der teilnehmende Schauspieler Jan Josef Liefers wehrte sich via Twitter gegen falsche Vereinnahmung durch „Querdenker“ und Rechte.
  • „Eine da hinein orakelte, aufkeimende Nähe zu Querdenkern und Ähnlichen weise ich glasklar zurück“, schrieb er.
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Die Aktion hat eingeschlagen. 50 Schauspieler und Schauspielerinnen haben unter dem Hashtag #allesdichtmachen Videoclips zur Corona-Politik der Bundesregierung veröffentlicht. Dafür gab es viel Beifall aus der „Querdenker“-Szene und der AfD, während nicht beteiligte Schauspielkolleginnen und -kollegen vornehmlich negativ reagierten – zu Bedächtigkeit aufforderten oder Unverständnis zeigten.

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Der Schauspieler Jan-Josef Liefers reagierte bei Twitter in einer Kette von vier Tweets auf die Kritik an seiner Teilnahme bei #allesdichtmachen. „Ich setze mich kritisch mit den Entscheidungen meiner Regierung zu Sars-CoV-2 und Covid 19 auseinander“, schrieb der Schauspieler, „besonders wegen der in Kauf genommenen Verluste in Kultur und Kunst und der Veranstaltungsbranche.“ Sein Video solle ein „ironischer Kommentar über Prioritäten von Medien“ sein.

Video
#allesdichtmachen: 50 Schauspieler mit umstrittener Aktion gegen Corona-Maßnahmen
1:41 min
Die Kunst- und Kulturszene leidet: Nun geben Schauspieler mit ironisch-satirischen Clips persönliche Statements zur deutschen Corona-Politik ab.  © dpa

Gegen die Vereinnahmung durch AfD, Rechtsradikale, Corona-Leugner und Verschwörungstheoretiker für seine Teilnahme wehrte Liefers sich: „Eine da hinein orakelte, aufkeimende Nähe zu ‚Querdenkern‘ und Ähnlichen weise ich glasklar zurück“, war in einem der Tweets zu lesen.

„Es gibt im aktuellen Spektrum des Bundestages auch keine Partei, der ich ferner stehe als der AfD. Weil wir gerade dabei sind, das gilt auch für ‚Reichsbürger‘, Verschwörungstheoretiker, Corona-Ignoranten und Aluhüte. Punkt.“

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Der 56-Jährige verortete sich stattdessen „bei all denen, die zwischen die Fronten geraten sind, den Verängstigten, den Verunsicherten, den Verstörten und Eingeschüchterten, den Verstummten, den Hin- und Hergerissenen. Denen, die während der ständig erneuerten ineffektiven Lockdowns häusliche Gewalt erleiden müssen, und bei den unverzeihlichsten aller Kollateralschäden, den Kindern.“ Mit Anzeichen des Unmuts über den Beifall von der falschen Seite schloss er die bereits in der Nacht abgesetzten Tweets mit „Gute Nacht zusammen“.

RND/big

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