Aerosmith-Drummer verklagt eigene Bandkollegen

  • Ärger bei Aerosmith: Die US-Rockband wird verklagt - von einem ihrer eigenen Mitglieder.
  • Drummer Joey Kramer zieht gegen seine Bandkollegen vor Gericht.
  • Der Grund: Steven Tyler und Co. wollten verhindern, dass er bei den Grammys mit auf der Bühne steht.
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Die US-Rockband Aerosmith wird bei der Grammy-Gala am Sonntag ein ihre lange Karriere umspannendes Medley performen. Am Freitag tritt sie bei den 2020 MusiCares Person of the Year auf, wo sie für ihre philanthropische Arbeit ausgezeichnet wird. Aber der Haussegen hängt schief, weil die Musiker ihren Schlagzeuger Joey Kramer nicht dabei haben wollen. Dagegen klagt das 69-jährige Gründungsmitglied in letzter Minute.

Kramer hatte wegen einer Knöchelverletzung einige Auftritte der Band versäumt, darunter Shows in Las Vegas. Die Band - Sänger Steven Tyler, die Gitarristen Joe Perry und Bradley Whitford sowie Bassist Tom Hamilton - hatten ihn aufgefordert, erst einmal in einem Vorspiel seine Fitness unter Beweis zu stellen.

Klageschrift von Kramer gegen Bandkollegen

Kramer schreibt in seiner Klageschrift, die Band habe entschieden, sein "Versuch" sei nicht "technisch korrekt" gewesen und ihm habe "Energie" gefehlt. "Nichts könnte weiter von der Wahrheit entfernt sein. Ich habe alles getan, was sie wollten."

Das Ansinnen eines Vorspiels zum Beweis, dass er auf "einem angemessenen Level" spielen könne, sei ein "künstlicher, erfundener und undefinierter Standard". Auch andere Bandmitglieder hätten krankheitsbedingt in letzter Zeit mal gefehlt, von keinem sei verlangt worden, vorzuspielen, um wieder mit der Band auftreten zu können.

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Kramer gehe es nicht ums Geld

Die Band erklärte, mindestens sechs Monate sei Kramer "emotional und physisch" nicht in der Lage gewesen, Schlagzeug zu spielen. "Er ist unser Bruder, sein Wohlergehen ist von überragender Bedeutung für uns."

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Kramer sagte, es gehe ihm nicht um Geld. "Mir wird die Gelegenheit genommen, mit meinen Kameraden gewürdigt zu werden, für unsere kollektive, lebenslangen Beiträge zur Musikindustrie."

RND/AP

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