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Mutter von Clanchef krank: Prozess und Bushido-Aussage verschoben

  • Weil es der Mutter der vier Angeklagten sehr schlecht gehe, ist der Prozess gegen einen bekannten Berliner Clanchef und seine drei Brüder bis Ende des Monats unterbrochen.
  • Am 30. September wird dann eine weitere Aussage von Rapper Bushido erwartet.
  • Er tritt als Nebenkläger und Zeuge auf.
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Berlin. Der Prozess gegen einen bekannten Clanchef und drei seiner Brüder am Landgericht Berlin ist am Montag nach wenigen Minuten unterbrochen werden. Die Verhandlung werde am 30. September fortgesetzt, sagte der Vorsitzende Richter. Dann werde die Zeugenbefragung des Rappers Bushido weitergehen. Der Richter gab einem Antrag der Verteidigung auf Unterbrechung statt. Zum Inhalt sagte Gerichtssprecherin Lisa Jani am Rande des Prozesses, der Mutter der Angeklagten gehe es sehr schlecht.

Der 41-jährige Rapper Bushido, der mit bürgerlichem Namen Anis Ferchichi heißt, ist in dem Prozess Nebenkläger und Zeuge. Er soll laut Anklage im Dezember 2017 und Januar 2018 bedroht, beschimpft, eingesperrt und mit einer Wasserflasche sowie einem Stuhl attackiert worden sein. Der Hauptangeklagte Arafat A.-Ch. (44) und Bushido galten einst als Partner im Musikgeschäft.

Streit eskalierte wohl nach Ende der Geschäftsbeziehungen

Die Staatsanwaltschaft wirft A.-Ch. Straftaten vor. Drei Brüder des Clanchefs sind als Gehilfen oder Mittäter mitangeklagt. Die Männer haben zu den Vorwürfen bisher geschwiegen. Laut Anklage kam es zu den Straftaten, nachdem Bushido 2017 die Geschäftsbeziehungen aufgelöst hatte. Arafat A.-Ch. habe dies nicht akzeptieren wollen und von Bushido eine Millionenzahlung sowie die Beteiligung an dessen Musikgeschäften für 15 Jahre gefordert.

Bushido hat schon an mehreren Prozesstagen als Zeuge ausgesagt. Er verglich seine Beziehung zu dem Clanchef mit einer Zwangsheirat und sprach von unfreiwilligen Zahlungen an den Clanchef. Es sei auch zu mehreren gemeinsamen Immobiliengeschäften gekommen. Erste Kontakte zu Arafat A.-Ch. gab es laut Bushido bereits 2004. Der Clanchef habe ihm geholfen, als sein damaliges Plattenlabel einen Aufhebungsvertrag unterzeichnen sollte. A.-Ch. habe einem der Gesellschafter eine Ohrfeige verpasst und ihn am Ohr gepackt.

RND/dpa

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