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19 Millionen Entschädigung für Weinstein-Opfer: Richter lehnt Vergleich ab

  • 19 Millionen US-Dollar sollte der verurteilte Sexualstraftäter Harvey Weinstein an seine Opfer zahlen.
  • Doch einen Vergleich zwischen dem Filmproduzenten und der Staatsanwaltschaft schlug ein Gericht aus.
  • Die Vorwürfe der Frauen seien zu unterschiedlich für einen gemeinsamen Vergleich, urteilte der Richter.
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New York. Der Rechtsstreit um Entschädigungen für einige der mutmaßlichen Opfer des verurteilten Sexualstraftäters Harvey Weinstein zieht sich weiter in die Länge. Ein Bezirksgericht in Manhattan lehnte am Dienstag einen Vergleich zwischen Weinstein und der Staatsanwaltschaft ab, die den Frauen 19 Millionen Dollar zuerkannt hätte. Richter Alvin Heellerstein begründete seine Entscheidung damit, dass die Vorwürfe der Frauen zu unterschiedlich seien, um sie in einem gemeinsamen Vergleich beizulegen. Anwälte mehrerer mutmaßlicher Opfer hatten die Vereinbarung als unzureichend kritisiert.

7500 bis 75.000 Dollar Entschädigung pro Weinstein-Opfer

Die Einigung sah vor, dass die Frauen, die Weinstein sexuelle Übergriffe vorwerfen, zwischen 7500 und 750 000 Dollar bekommen sollten. Die New Yorker Generalstaatsanwältin Letitia James hatte sich darauf Ende Juni mit einer Anwältin mehrerer Frauen geeinigt. Andere Opferanwälte kritisierten aber, dass Weinstein durch die Vereinbarung nicht gezwungen worden wäre, Verantwortung für jahrzehntelange Übergriffe zu übernehmen. Sie begrüßten die Entscheidung des Richters.

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Weinsteins Anwälte waren zunächst nicht für eine Stellungnahme erreichbar. Von der Staatsanwaltschaft hieß es, man müsse sich nach Prüfung des Urteils die nächsten Schritte überlegen. Der 68-jährige frühere Filmproduzent war im März wegen Vergewaltigung und sexueller Nötigung zu 23 Jahren Haft verurteilt worden. Kurz nach seiner Verlegung in ein Gefängnis in der Nähe der Stadt Buffalo wurde bei ihm eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus festgestellt.

RND/AP

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