Chancen steigen weiter: Zweiter Thüringer CDU-Kreisverband für Maaßen-Kandidatur

  • Der umstrittene Ex-Verfassungsschutzchef Hans-Georg Maaßen will in den Bundestag.
  • Und die Chancen auf eine Nominierung als Direktkandidat steigen.
  • Nun spricht sich ein weiterer Thüringer CDU-Kreisverband für ihn aus.
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Erfurt. Die Bundestagschancen für Ex-Verfassungsschutzpräsident Georg Maaßen steigen. Ein zweiter Thüringer CDU-Kreisverband sprach sich jetzt dafür aus, ihn als Direktkandidat für die Bundestagswahl am 26. September in Südthüringen aufzustellen, wie CDU-Generalsekretär Christian Herrgott am Dienstag auf Anfrage in Erfurt sagte. Zuvor hatte MDR Thüringen darüber berichtet.

Laut Herrgott habe der Kreisvorstand von Hildburghausen am Montagabend für Maaßen votiert. Vorgeschlagen war der wegen seiner Positionen unter anderem in der Migrationspolitik umstrittene Maaßen vom Kreisverband Schmalkalden-Meiningen.

Die Nominierungsversammlung mit Delegierten aus insgesamt vier Kreisverbänden - dazu gehören auch Suhl und Sonneberg - sei für den 30. April in Suhl geplant, sagte Herrgott. Mehrere Bundestagsabgeordnete aus Thüringen und Sachsen, aber auch CSU-Chef Markus Söder hatten die Südthüringer CDU vor einer Nominierung von Maaßen gewarnt.

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Teile von ihr hatten an ihrem Vorschlag auch nach einem Krisengespräch mit Thüringens Landeschef Christian Hirte festgehalten. Offen ist nach Angaben von Herrgott immer noch, ob es Gegenkandidaten aus Südthüringen zu Maaßen gibt, der aus Nordrhein-Westfalen stammt.

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CDU-Landesvorstand erwartet klare Abgrenzung zur AfD

Der CDU-Landesvorstand hatte deutlich gemacht, er erwarte von jedem Kandidaten, der in Thüringen für die Landtags- oder Bundestagswahl am 26. September nominiert werde, „eine klare Abgrenzung zur AfD“. Bei der Kandidatensuche geht es um den Wahlkreis 196 in Südthüringen. Er ist frei, nachdem der dortige Kandidat Mark Hauptmann im Zuge der Masken-Affäre aus der CDU ausgetreten war.

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Als Verfassungsschutzpräsident war Maaßen seinerzeit massiv in die Kritik geraten, weil er bezweifelt hatte, dass es nach der Tötung eines Deutschen in Chemnitz zu „Hetzjagden“ auf Ausländer kam. Im November 2018 hatte ihn Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) in den einstweiligen Ruhestand versetzt.

RND/dpa

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