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Zweite Corona-Welle: Scholz sieht Deutschland finanziell gut gerüstet

  • Die deutlich steigenden Infektionszahlen zeigen: Deutschland befindet sich bereits in der zweiten Corona-Welle.
  • Aus wirtschaftlicher Sicht ist das für Bundesfinanzminister Olaf Scholz kein Grund zur Panik.
  • Er sagt: “Finanziell sind wir gut gerüstet, unsere Finanzkraft ist weiterhin sehr groß”.
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Augsburg. Bundesfinanzminister Olaf Scholz hält Deutschland weiter für finanziell gut gerüstet im Kampf gegen die ökonomischen Folgen der Corona-Krise. „Die Corona-Pandemie ist längst noch nicht besiegt, und wie erwartet verzeichnen wir jetzt im Herbst deutlich steigende Infektionszahlen“, sagte der SPD-Politiker der „Augsburger Allgemeinen“. „Die Lage ist ernst, und wir nehmen sie ernst.“

Bislang sei das Land recht gut durch die Krise gekommen - „auch weil wir uns frühzeitig und entschlossen gegen die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise gestemmt haben“. Auch mit Blick auf die kommenden Wochen betonte der Vizekanzler, „finanziell sind wir gut gerüstet, unsere Finanzkraft ist weiterhin sehr groß“.

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Scholz: Steuereinnahmen wie erwartet - erhebliche Neuverschuldung 2021
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Bundesfinanzminister Olaf Scholz hat am Donnerstag neue Steuerzahlen vorgelegt.  © Reuters
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“Wirtschaft ist viel weniger widerstandsfähig”

Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, befürchtet, dass Viele die Risiken einer zweiten Welle für Gesundheit und Wirtschaft unterschätzten. Es müsse dringend gelingen, den Bürgern den Ernst der Lage bewusst zu machen und sie zu deutlich mehr Vorsicht in ihrem Verhalten zu bringen.

„Ein starker und anhaltender Anstieg der Infektionen könnte die Wirtschaft genauso hart treffen wie die erste Welle“, sagte Fratzscher dem Blatt: „Die Wirtschaft ist heute viel weniger widerstandsfähig als noch im März und April.“

Viele Unternehmen hätten ihre Rücklagen aufgebraucht und sich so stark verschuldet, dass ein erneuter Einbruch der Wirtschaft zu einem deutlichen Anstieg der Insolvenzen und damit auch der Arbeitslosigkeit führen könnte.

RND/dpa

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