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Zweierlei Maß bei Führerscheinprüfung? Weniger Härte gegen junge Kiffer gefordert

  • Wenn es um die Zulassung zur Führerscheinprüfung geht, werden Cannabis- und Alkoholkonsum unterschiedlich behandelt.
  • Gerade wer in jungen Jahren kifft und erwischt wird, riskiert, keine Erlaubnis zur Prüfung zu bekommen.
  • Nach Ansicht der Bundesdrogenbeauftragten Daniela Ludwig ist das nicht fair.
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Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Daniela Ludwig (CSU), hat sich in einem Videointerview mit “RTL/ntv” kritisch über die unterschiedliche Gewichtung von Cannabis und Alkohol bei der Führerscheinprüfung geäußert. Es sei ein Problem, dass bei Cannabis mehr durchgegriffen würde als bei Alkohol. Vor allem für junge Menschen, die mit 16 Jahren beim Kiffen erwischt würden, sei es “wahnsinnig schwierig”, wenn sie einen Eintrag in der Führerscheinstelle bekommen “und dann mit 18 eiskalt erwischt werden mit dem Hinweis, du darfst den Führerschein nicht machen”, so Ludwig in der Interviewreihe “ntv Frühstart”.

Da sie das Thema Führerschein “sehr gerne angehen” wolle, sei Ludwig mit Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) im Gespräch. Ob man mit allen Bundesländern jedoch zu einem Ergebnis komme, “das alle befriedigt”, sei noch nicht klar. Sie wolle “aber deutlich signalisieren: Das Problem ist erkannt.”

Ludwig: Keine Legalisierung von Cannabis

Daniela Ludwig ist seit September letzten Jahres Bundesdrogenbeauftragte. Im “Frühstart”-Interview stellte sie klar, dass ihr jetziger Vorstoß, Milde gegen junge Kiffer walten zu lassen, nichts mit der Debatte um die Legalisierung von Cannabis zu tun habe. Stattdessen könne sie sich vorstellen, dass Erstverstöße zukünftig als Ordnungswidrigkeit statt als Straftat behandelt würden.

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Ludwig betonte, dass es ihr darum gehe, auf den Gesundheits- und den Jugendschutz zu schauen: “Ich will, dass weniger Jugendliche kiffen, das ist mein Ziel.” Gerade im jungen Alter stelle der Konsum von Cannabis eine besonders hohe Gefahr dar.

RND/pf



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