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  • Zu wenig Gehalt für Bundespolizei: Rund 3.300 Bundespolizisten brauchen Nebenjobs, um über die Runden zu kommen

Bundespolizisten jobben nebenher, um über die Runden zu kommen

  • Viele Mitarbeiter von Bundesministerien üben Nebentätigkeiten aus.
  • Gleiches gilt für knapp 3.300 Bundespolizisten.
  • Letztere könnten teilweise nicht anders, weil das Gehalt zum Leben nicht reiche, sagt der stellvertretende Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei, Jörg Radek.
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Berlin. Mehr als 1600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bundesministerien sind im vergangenen Jahr einer Nebentätigkeit nachgegangen; gleiches gilt für knapp 3300 Bundespolizisten von rund 48.000 Bundespolizisten insgesamt, was einem Anteil von nahezu 7 Prozent entspricht. Das ergibt sich aus der Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Anfrage des Linksfraktionsvorsitzenden im Bundestag, Dietmar Bartsch, die dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) vorliegt.

Bartsch sagte dem RND: „Es ist erklärungsbedürftig, wenn so viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bundesministerien einer Nebentätigkeit nachgehen.“ Denn es stelle sich unter anderem die Frage nach möglichen Loyalitäts- und Interessenkonflikten. Diese Nebentätigkeiten müssten deshalb in allen Bundesministerien auf den Prüfstand gestellt und deutlich reduziert werden.

Linke will Ausgleich

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Bei der Bundespolizei liege die Sache hingegen anders, sagte Bartsch weiter. „Polizistinnen und Polizisten – insbesondere neu eingestellte – verdienen häufig zu wenig, um sich das Leben in Ballungsräumen leisten zu können. Es ist ein unhaltbarer Zustand, wenn sie nebenbei jobben müssen, um über die Runden zu kommen. Hier braucht es mehr Anerkennung und vor allem mehr Geld im Portemonnaie.“

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Der stellvertretende Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei, Jörg Radek, bestätigte, dass Bundespolizisten zuweilen nebenher als Taxi- oder Kurierfahrer jobbten oder handwerkliche Tätigkeiten verrichteten, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Um die Kosten für die Miete zu senken, schlössen sie sich mancherorts auch zu Wohngemeinschaften zusammen.

Gewerkschaft will Zulage

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„Das Leben ist in Hochpreisregionen wie München oder Frankfurt einfach nicht mehr bezahlbar“, sagte er dem RND. „Das betrifft in erster Linie junge Polizisten, die aus der Ausbildung kommen. Die Kollegen brauchen das Geld nicht für den Konsum, sondern um in diesen Regionen überhaupt leben zu können. Deshalb brauchen wir eine Zulage für Hochpreisregionen.“ Im Ausland gebe es solche Zulagen; entsprechend müsse es sie auch im Inland geben können.

Ein Bundespolizist bekommt Radek zufolge im ersten Berufsjahr etwa 2300 Euro netto. Dabei gingen in Hochpreisregionen deutlich mehr als die üblichen im Schnitt 30 Prozent des Gehalts für die Miete drauf.



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