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  • Zerstörtes Moria: Neues Flüchtlingscamp auf Lesbos laut Oxfam noch schlimmer

Oxfam: Neues Camp auf Lesbos schlimmer als Moria

  • Das nach dem Brand des ursprünglichen Auffanglagers Moria provisorisch aufgebaute Auffanglager auf der griechischen Insel Lesbos ist laut der Hilfsorganisation Oxfam nicht angemessen ausgestattet.
  • So stünden den gut 8000 Menschen lediglich Sommerzelte zur Verfügung.
  • Essen gäbe es nur ein bis zwei Mal am Tag.
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Lesbos/Brüssel. Die Hilfsorganisation Oxfam kritisiert die Zustände im neuen Zeltlager für Flüchtlinge auf der griechischen Insel Lesbos. Fast 8000 Menschen, die meisten von ihnen Familien mit Kindern, lebten dort trotz des nahenden Winterwetters in Sommerzelten, teilte Oxfam am Dienstag in Brüssel mit. Die Organisation hatte gemeinsam mit dem „Greek Council for Refugees“ Mitarbeiter entsandt, um das Lager zu prüfen, das nach dem Brand des ursprünglichen Auffanglagers Moria im September provisorisch errichtet worden war. Das neue Lager sei schlimmer, als Moria es jemals war, lautete das Fazit der Flüchtlingshelfer.

Neuer Appell zur Flüchtlingsaufnahme durch die EU-Staaten

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Manche der Zelte seien nur 20 Meter vom Meer aufgestellt und hätten keinen Schutz vor starkem Wind und Regen, hieß es. Essen für die Menschen gebe es nur ein oder zwei Mal am Tag, es sei nicht genug und zudem von schlechter Qualität. Auch gebe es kaum sanitäre Anlagen mit fließendem Wasser, so dass viele Lagerbewohner sich im Meer waschen müssten. Die Corona-Vorsorgemaßnahmen seien ebenso wenig ausreichend wie der Zugang zu Gesundheitsversorgung. Außerdem gebe es auf dem ehemaligen militärischen Schießübungsplatz kein Abwassersystem.

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Die Hilfsorganisationen appellieren an die EU-Staaten, Flüchtlinge von den griechischen Inseln aufzunehmen. Auch müsse die EU Griechenland und die Hilfsorganisationen dabei unterstützen, die Lager anständig auszustatten. Griechenland selbst wiederum solle die Menschen so schnell wie möglich aufs Festland holen und in angemessenen Unterkünften unterbringen. Bei ersten Regenfällen im Oktober hatten bereits etliche Zelte im Lager unter Wasser gestanden.

RND/dpa

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