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Zeitumstellung: NRW-Innenminister ruft EU zu schneller Einigung auf

  • In einer Onlineumfrage Mitte 2018 hatte sich eine große Mehrheit der Teilnehmer für ein Ende der Zeitumstellung ausgesprochen.
  • Doch die Debatte darum ist in den EU-Mitgliedsstaaten zu einer Hängepartie verkommen.
  • NRW-Innenminister ruft nun zu einer schnellen Einigung auf, damit die Zeitumstellung möglichst bald abgeschafft werden könne.
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Brüssel/Berlin. Der nordrhein-westfälische Innenminister Herbert Reul (CDU) fordert ein Ende der Hängepartie bei der Abschaffung der Zeitumstellung in Europa. „Jetzt müssen sich die EU-Mitgliedsstaaten schnell auf eine Zeitzone einigen, damit die Zeitumstellung möglichst bald abgeschafft werden kann“, sagte der langjährige Gegner der Zeitumstellung dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND, Samstag).

Vor der Umstellung von mitteleuropäischer Sommer- auf Winterzeit in der Nacht zu diesem Sonntag hatte das Bundeswirtschaftsministerium auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur erklärt, dass auch die deutsche Bundesregierung noch nicht darauf festgelegt sei, ob sie bei einem Ende der Umstellung für dauerhafte Sommer- oder Winterzeit ist. Die fehlende Einigung der Mitgliedsstaaten ist der Grund für die noch immer ausstehende Abschaffung der Zeitumstellung, die die scheidende EU-Kommission Mitte 2018 nach einer Onlineumfrage zunächst bereits für dieses Jahr angekündigt hatte. Das EU-Parlament hatte die Reform dann auf 2021 verschoben.

Reul begrüßt Entscheidung der EU-Kommission

Grundsätzlich begrüßte Reul die Entscheidung der EU-Kommission erneut: „Sie zeigt, was Bürgerinnen und Bürger mit ihrer Stimme ausrichten können“, sagte der langjährige Europaparlamentarier. Er selbst plädiere nach Abschaffung der Zeitumstellung für eine Rückkehr zur Winterzeit, sagte Reul dem RND.

Die Sommerzeit war EU-weit 1996 eingeführt worden, um durch längeres Tageslicht Energie zu sparen. In Deutschland und anderen Mitgliedsstaaten hatte es diese Regelung schon zuvor gegeben.

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RND